Castor-Behälter in einem Forschungszentrum: Über ein Atommüllendlager gibt es seit Jahrzehnten Debatten. Foto: dpa/Andreas Endermann

Der Sachstand zur Endlagersuche zeigt erneut: Sie dauert. Im Zollernalbkreis wird ein sehr kleines Gebiet geprüft. Beim Regionalverband Neckar-Alb kommt das Thema auf die Tagesordnung.

Die Endlagersuche für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland läuft.

 

Ein Bereich, der dafür untersucht werden soll, liegt im Zollernalbkreis. Genauer: auf der Gemarkung Rosenfeld.

Nun nimmt auch der Regionalverband Neckar-Alb (RVNA) dieses brisante Thema auf die Tagesordnung. Zuletzt hatte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) neue Arbeitsstände veröffentlicht.

Endlagersuche: Gebiet wird kategorisiert

Foto: Screenshot: Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE/Kartendaten: Esri, TomTom, Garmin, Foursquare, METI/NASA, USGS

Das Gebiet bei Rosenfeld werde im Lauf der weiteren Arbeiten bewertet und kategorisiert, heißt es. Ziel: den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit zu identifizieren.

Faktoren: Gesteinsschichten, Erdbebengefahr,Bevölkerungsdichte

Bis zur Entscheidung wird es dauern, voraussichtlich sogar Jahrzehnte. Denn: Die Endlagersuche verläuft nach einem Standortauswahlgesetz in einem mehrstufigen Verfahren, kein Bundesland wurde zu Beginn ausgeschlossen.

Neben Gesteinsschichten werden beispielsweise Erdbebengefahr oder Bevölkerungsdichte als Faktoren hinzugezogen.

Per Gesetz wurde zunächst festgelegt, dass 2031 entschieden werden soll. Das Freiburger Öko-Institut wiederum vermeldete im vergangenen August, dass die Suche bis mindestens 2074 dauern könnte.

Das Bundesumweltministerium ging damals davon aus, dass bis 2050 ein Standort gefunden sein könnte. Als weiterer Akteur legte sich die BGE auf diesen Zeitraum fest: Zwischen 2046 und 2068 soll der Standort feststehen.

Beim RVNA wird der aktuelle Stand zur Endlagersuche vorgestellt. Die Sitzung ist geplant für Dienstag, 4. Februar, ab 10 Uhr in Dußlingen.