Rosina Schneider (vorne) war mit ihrem Wettkampf am Freitag in Erfurt sehr zufrieden. Foto: Eibner-Pressefoto/Stefan Mayer

Die Athletin des TV Sulz überzeugt beim Meeting in Erfurt mit dem 2. Platz. Doch nicht nur auf der „Bahn“, auch in der Universität ist die Wiesenstetterin im Moment gefordert.

Sie hatte es angekündigt: Nach dem Meeting in Karlsruhe am vergangenen Sonntag hatte Hürdensprinterin Rosina Schneider prophezeit: „Ich habe mich jetzt immer gesteigert, und dann wird auch bald eine 7 vorne bei der Zeit stehen.“

 

Nur fünf Tage später war es dann soweit, denn beim Wettkampf am Freitagabend in Erfurt benötigte sie im Finale über die 60-Meter-Hürden nur 7,99 Sekunden. Da Konkurrentin Marlene Maier mit 7,97 Sekunden etwas schneller war, landete Schneider auf dem 2. Rang.

Wieder die WM-Norm

Gegenüber unserer Redaktion sagte sie: „Der Wettkampf war sehr, sehr cool. Der Vorlauf war leider nicht so gut wie erhofft (Anm. d. Red: 8,10 Sekunden), ich habe mich für das Finale aber nochmal richtig pushen können. Ich war damit zum ersten Mal in diesem Jahr unter acht Sekunden und habe zum zweiten Mal die Norm für die Hallen-WM bestätigt.“ Dies ist in dieser Hallensaison bisher nur der Athletin vom TV Sulz gelungen.

Maier siegt knapp

Mit Siegerin Marlene Maier (TSV Bayer 04 Leverkusen) habe sie sich in der vergangenen Saison immer wieder schon duelliert. Zudem waren viele weitere deutsche Starterinnen dabei. Schneider hatte den Wettkampf in der Landeshauptstadt Thüringens bereits im Vorfeld als „Generalprobe für die deutschen Meisterschaften“ bezeichnet. Diese steigen am 28. Februar und 1. März in Dortmund.

Für die Wiesenstetterin standen in dieser Woche aber auch abseits des Sports wichtige Aufgaben an. Parallel zum Wettkampfkalender gilt es Klausuren für das Studium zu schreiben. „Gerade ist recht viel los, es ist eine stressige Phase. Ich hatte gleich am Montag, und damit einen Tag nach dem Meeting in Karlsruhe, meine erste Klausur. Es ist eine toughe Zeit. Ich bin aber froh, beides meistern zu können“, so Schneider.

In Dortmund geht es weiter

Bis zu den nationalen Titelkämpfen wird sie nun keinen Wettkampf mehr bestreiten. Neben einem möglichen Titel – den Schneider 2024 holte – geht es auch um die Qualifikation für die Hallen-WM in Polen. Sie erklärt: „Wenn ich in Dortmund unter die besten Zwei komme, bin ich sicher dabei. Das ist natürlich mein Ziel. Der Wettkampf in Erfurt war eine gute Vorübung.“

Und wenn sich der Trend fortsetzt, schließlich steigerte sich Schneider kontinuierlich von Rennen zu Rennen, dürfte se dort auch sehr gute Chancen haben.