Ins Lamm nach Burladingen-Killer ziehen zehn Geflüchtete. Foto: Rapthel-Kieser

Ins frühere Gasthaus Lamm in Burladingen-Killer ziehen nun doch Flüchtlinge. So begründet das Landratsamt die Entscheidung.

Um die Flüchtlingsaufnahme im früheren Gasthof Lamm in Burladingen-Killer hatte es heftige Debatten gegeben. Nun steht fest: Im Lauf der nächsten Tage werden zwei geflüchtete Familien einziehen, wie das Landratsamt am Sonntag mitteilte.

 

„Die insgesamt zehn Personen – darunter fünf Kinder - kommen aus der Türkei“, heißt es. Der Bezug sei mit Bürgermeister Davide Licht und Ortsvorsteher Gerd Schäfer besprochen worden.

„Wir werden die Unterbringung im Auge behalten“, erklärte Ortsvorsteher Schäfer per Mitteilung.

Günther-Martin Pauli: Notquartiere für Flüchtlinge vermeiden

„Bekannterweise steht der Landkreis unter extremem Aufnahmedruck. Hallenbelegungen und Notquartiere wollen wir möglichst vermeiden, daher sind wir auf das Lamm mit angewiesen“, betonte Landrat Günther-Martin Pauli in diesem Zusammenhang.

Nachdem im Juli bekannt geworden war, dass das Lamm Flüchtlingsunterkunft werden könnte, hatte es teils heftige Proteste und aufgeheizte Stimmung gegeben. Bei einer Infoveranstaltung war Pauli im Bürgerhaus mit Buhrufen empfangen und regelrecht niedergebrüllt worden.

Kreissporthalle wird doch nicht mit Asylbewerbern belegt

Das Landratsamt forderte von Burladingen ein, Alternativen zum Lamm zu nennen. Licht berichtete im Oktober, auf eine kleinteilige und dezentrale Unterbringung zu setzen.

Zwischenzeitlich war im Gespräch, Geflüchtete in der Kreissporthalle Albstadt unterzubringen. Diese Entscheidung wurde später allerdings verworfen.