Seit Sommer bietet das Restaurant Pho Viet vielseitige asiatische Küche. Die Inhaberin ist von Horb begeistert. Herausfordernd ist der Standort in der Hirschgasse.
Die 40-jährige Phan Thao ist aus Berlin nach Horb gekommen. Der Inhaberin des Restaurants Pho Viet, das sie im Juli in der Hirschgasse eröffnet hat, gefällt es in der Neckarstadt sehr. Sie sagt: „Alle in Horb sind sehr nett.“ Die vielen freundlichen Menschen in Horb erinnern sie sogar an das südostasiatische Land, aus dem sie stammt: Vietnam. „In Vietnam ist es wie in Horb“, zieht sie mit einem Lachen einen Vergleich.
Phan Thao hatte die Räumlichkeiten übernommen, in denen sich schon zuvor ein vietnamesisches Bistro befunden hatte, und gestaltete alles neu. Von einer Verwandten aus Stuttgart habe sie erfahren, dass es in der Horber Hirschgasse die Möglichkeit gab, ein Restaurant zu eröffnen. Sie schaute sich Horb an und wagte den Schritt.
Gerichte aus mehreren Länderküchen
Mit einem Team aus drei Leuten, zu dem unter anderem ihr Mann als Koch gehört, bietet sie ihren Gästen ein vielfältiges asiatisches Essensangebot: Die Gerichte sind nicht nur vietnamesisch, sondern auch chinesisch, thailändisch und japanisch (Sushi). Während ihr Mann kocht, kümmert sich Phan Thao um die Gäste. Sie lebt nicht nur vietnamesische Freundlichkeit, sondern isst selbst täglich Gerichte aus ihrem Heimatland. Sie sagt: „Ich liebe Suppe aus Vietnam.“ Die Speise besteht unter anderem aus Reisbandnudeln und Rindfleisch.
Schwieriger Standort Hirschgasse
Sie freut sich, wenn in ihrem Restaurant reger Betrieb ist. Der Standort erweist sich jedoch als Herausforderung. Sie sagt: „Es ist schwierig in der Hirschgasse.“ Sie bemängelt, dass es in der Nähe keine kostenfreien Parkplätze gebe und die Lage sehr versteckt sei.
Sie wünscht sich, dass noch mehr Menschen ihr gastronomisches Angebot entdecken. Zu gegebener Zeit wolle sie auch noch weiter in die Räume des Restaurants investieren.
Restaurant im Test
Überzeugendes Angebot
Das Restaurant Pho Viet punktet mit schnellem Service, freundlichem Personal und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Von der Bestellung eines Hauptgerichts bis zur Lieferung an den Tisch vergehen nur wenige Minuten. Die Auswahl an Vorspeisen und Hauptgerichten auf der Speisekarte ist groß und umfasst verschiedene Länderküchen. Ein Beispiel von der Speisekarte: Das thailändische Gericht „Curry Mango“ besteht aus Mango-Curry-Soße mit Blumenkohl, Pilzen, Paprika, Karotten, Zucchini, Reis und Salat. Als Fleischbeilage steht zum Beispiel knusprig paniertes Hähnchen zur Wahl. Das Menü wird in einem tiefen Teller serviert und kostet 13,50 Euro. Die Portion ist reichlich, die Zutaten harmonieren hervorragend miteinander. Empfehlenswert sind auch die Suppen, wie beispielsweise die „Sauer-Scharf-Suppe“, die zwar als Vorspeise zählt, aber dennoch eine große Portion darstellt. Ihr Geschmack ist weder sauer noch scharf, sondern bietet eine milde Balance. Der Preishit ist das Mittagsangebot, zum Beispiel Nudeln mit Gemüse und Hähnchen für knapp 7 Euro. Das Mittagsangebot gibt es von 11.30 bis 15 Uhr. Sehenswert ist auch die einfallsreiche Deko, die vor allem die Theke schmückt. Ein praktischer Service, wenn es mal schnell gehen muss: Bestellungen sind auch online über die Homepage möglich und können abgeholt werden. Erwähnenswert ist auch der vietnamesische Kaffe. Er wird in einem Filterkännchen auf einem Glas serviert. Der Kaffee läuft direkt ins Glas.