Der Tag der Kunst im Art-Dorf Ötlingen findet dieses Jahr nach langer Pause wieder statt. Foto: Saskia Scherer

Zum ersten Mal seit 2019 wird die Veranstaltung wieder regulär über die Bühne gehen. Die Vorbereitungen laufen bereits seit einiger Zeit. Zu diesem Anlass werden auch wieder Kunstwerke in der Freilichtgalerie ausgetauscht.

Eigentlich wird der Tag der Kunst, den Art-Dorf-Initiator Gerhard Hanemann 2009 ins Leben gerufen hat, alle zwei Jahre begangen. 2021 musste er coronabedingt ausfallen. Ein Jahr später organisierte Hanemann aufgrund der immer noch unsicheren Pandemie-Lage vier Wochenenden der Kunst im August – ohne offizielle Eröffnung und Bewirtung.

 

Am Sonntag, 27. Juli, soll nun endlich wieder ein regulärer Tag der Kunst in Ötlingen stattfinden. 40 bis 50 Art-Dorf-Künstler werden vor Ort tätig sein und den Besuchern einen näheren Einblick in ihr Schaffen gewähren, blickt Hanemann im Gespräch mit unserer Zeitung voraus. Oberbürgermeisterin Diana Stöcker übernimmt um 12 Uhr die Eröffnung auf dem Platz vor dem Gasthaus „Ochsen“. Henry Uebel und Hansi Kolz sorgen für die musikalische Umrahmung.

Musik und Bewirtung

Tagsüber spielt das Orchester „Bernardo Donatelli“. Der Kindergarten bietet ein kreatives Rahmenprogramm. Ötlinger Vereine (Singkreis, TSG, Frauenverein, Rockchor sowie Gesangverein), Gastronomen und Weingüter sorgen für Bewirtung der Besucher.

Der Tag der Kunst bietet für den Initiator, zusammen mit dem städtischen Kulturamt, jeweils auch Anlass, Kunstwerke im Art-Dorf auszutauschen. Bei fünf bis sieben Stück soll dies bis zur Veranstaltung noch passieren – „wenn es klappt“, sagt Hanemann. Der Ablauf ist wie folgt: Ein Künstler bewirbt sich, und Hanemann sucht nach einem passenden Platz. Wenn die Idee dem Hausbesitzer gefällt, wird zunächst eine Fotomontage angefertigt, bevor das Kunstwerk an oder vor dem Haus angebracht wird.

Dorfstraße wird gesperrt

Dafür bedarf es einiger Helfer: Reiner Lehmann, Hanspeter Weiß, Jürgen Näger und Klaus Hanemann packen mit an. Die schriftliche Dokumentation übernehmen Monika Merstetter und Günter Schoch, die fotografische Hanspeter Weiß.

Es werden auch wieder Kunstwerke ausgetauscht. Foto: Günter Schoch

Für den Tag der Kunst wird die Ötlinger Dorfstraße von 10 bis 20 Uhr komplett gesperrt. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Parkmöglichkeiten gibt es bei der Mehrzweckhalle und auf ausgeschilderten Parkplätzen. Auch auf den Parkplatz des Wohnparks Binzen könne ausgewichen werden: Hanemann versucht aktuell, einen Shuttle-Bus-Transport zu organisieren. Er empfiehlt die Anreise zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ein Sicherheitskonzept wird mit der Stadtverwaltung erdacht. Auch das DRK Weil am Rhein-Haltingen ist am Tag der Kunst vor Ort.

Zur Veranstaltung wird es auch wieder einen Flyer geben, der nicht nur einen Lageplan, die Aktionen sowie Infos über das Art-Dorf enthält, sondern auch die Kontaktdaten der Kunstschaffenden.

Hintergrund

Art-Dorf:
Die Idee, eine Freilichtgalerie im Stadtteil Ötlingen einzurichten, kam Gerhard Hanemann bei einem Urlaub im italienischen Dorf Casoli, wo Gemälde an Hausfassaden platziert wurden. Im Oktober 2007 fand die erste Vernissage statt: Das Art-Dorf war geboren. Heute sind Künstler aus verschiedenen Ländern mit mehr als 80 Gemälden, Fotografien und Skulpturen vertreten.

Tag der Kunst:
Dazu wurde Hanemann bei einem Besuch in Paris am Montmartre inspiriert, wo Künstler unter Bäumen malten. 2009 fand der erste Tag der Kunst statt.