Der Gemeinderat Brigachtal diskutierte über die Ausschreibung für die beiden Mehrfamilienhausgrundstücke im Neubaugebiet Arenberg und legte die Straßennamen fest.
Im Hinblick auf die in Neubaugebieten generell herrschende Stellplatzknappheit erschien es dem Gemeinderat sinnvoll, das betreffende Baufeld als ein Gesamtensemble mit zwei Gebäudekörpern und gemeinsamer Tiefgarage auszuschreiben.
Zu den Vergabekriterien schlug die Verwaltung einmal eine Konzeptvergabe oder eine Bietervergabe, ein offenes Verfahren oder ein Losverfahren vor. Das kostengünstigste Auswahlverfahren könnte dadurch erfolgen, dass der Käufer per Losentscheid ausgewählt wird, so die Verwaltung.
Die Gemeinderäte entschieden sich für die Vermarktung des Baufelds durch ein Losverfahren. Brita Krebs erklärte, sie sei für ein Losverfahren, weil es kostengünstiger sei, zu den Kriterien würde sie jedoch gerne eine Bonitätsprüfung hinzufügen.
Auch Einfamilien- und Zweifamilienhäuser
Markus Rist betonte, er möchte die zwei Baufelder zu Einfamilien- und Zweifamilienhäusern umändern. Dem jetzigen Plan stimme er nicht zu. Theo Effinger sprach sich gegen das Losverfahren aus, da könne ja jeder kommen, befürchtete er. Dann stießen sich einige Räte an der Vorgabe im Bebauungsplan, dass die beiden Gebäude Flachdächer erhalten sollen und eine maximale Gebäudehöhe von elf Metern vorgegeben sei, das sei ja riesig. So stehe es im Bebauungsplan, meinte Bürgermeister Schmitt.
Der Gemeinderat beschloss bei zwei Gegenstimmen die Vermarktung der beiden Grundstücke durch Losverfahren und beauftragte die Verwaltung, das Baufeld zur Bebauung mit zwei Mehrfamilienhäusern als Gesamtensemble und gemeinsamer Tiefgarage auszuschreiben. Die Vorgaben des Bebauungsplans müssten eingehalten werden, eine Bonitätsprüfung werde vorgeschrieben.
Straßennamen der Erschließungsstraßen
Hauptamtsleiter Martin Weißhaar erläuterte, dass die Planstraßen eins, zwei und drei einen Namen erhalten sollten. Planstraße eins sei die untere Straße, die als Abzweigung von der Siedlerstraße zur Zeit mit „Außer Ort“ ausgeschildert sei. Im Falle einer späteren baulichen Entwicklung könnte dieser Weg dann immer noch in „Am roten Rain“ umbenannt werden.
Bei der zweiten Straße handele es sich um die innere Erschließung bis zur Wendeplatte, hier schlug die Verwaltung den Namen „Sonnenhang“ vor, die dritte Planstraße, also die obere Erschließungsstraße sollte den Namen „Auf der Höhe“ erhalten.
Thomas Huber meldete sich zu Wort und erklärte, dass hier 1830 Gräber ausgegraben wurden, diese seien Keltengräber gewesen. Er beantragte, die beiden Planstraßen Keltenweg und Merowingerweg zu benennen. Sein Antrag wurde abgelehnt, es bleibt bei „Sonnenhang“ und „Auf der Höhe“, entschieden die Gemeinderäte.