Arcus feierte Jubiläum: Über die Arbeit des Vereins berichteten Sven  Taube, Julia Schneider und Vorstandsvorsitzende Sabine Hemmer-Burgbacher. Foto: Steinmetz

Seit 26 Jahren unterstützt Arcus in Sulz Menschen mit Beeinträchtigungen und rechtliche Betreuung – trotz Fachkräftemangel wächst das soziale Engagement weiter.

Der Verein „Arcus, Agentur für Soziales“ besteht in Sulz seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Das Jubiläum „25 plus ein Jahr“ ist in den Büroräumen des anerkannten Betreuungsvereins in der Unteren Hauptstraße 24 gefeiert worden.

 

Vorstandsvorsitzende Sabine Hemmer-Burgbacher begrüßte zu der Feier unter anderem Vertreter der Stadt, des Sulzer Polizeipostens, Amtsgerichts Oberndorf und Sozialamts Rottweil. Gekommen war auch Nadja Keucher, Geschäftsführerin der Neckarwerkstatt, mit der Arcus partnerschaftlich verbunden ist.

Am 27. Mai 1999 ist der Verein ins Vereinsregister eingetragen worden, damals als „Betreuerverein zur Integration Alkoholkranker“. 2002 wurde er in „Betreuerverein Sulz“ umbenannt. Seit 2006 heißt er „Arcus e.V., Agentur für Soziales“, um damit den Vereinszweck mehr herauszustellen. Das lateinische Wort arcus, übersetzt Bogen, steht als Symbol für den Übergang in ein selbstbestimmtes Leben, das der Verein zusammen mit sein.

Angebote werden laufend verbessert

Es habe Höhen und Tiefen in den vergangenen 26 Jahren gegeben. „Insgesamt können wir aber auf einen deutlichen Aufwärtstrend verweisen“, sagte die Vorstandsvorsitzende. Eine Herausforderung sei jedoch der Fachkräftemangel. So sei es wegen der aktuellen Personalsituation schwierig, neue Klienten aufzunehmen. Angebote und die Arbeit würden nichtsdestoweniger laufend verbessert.

Assistenzleistungen im eigenen Wohnraum sowie Sozialraum sind einer der Schwerpunkte von Arcus. Damit bietet der Verein Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigungen an, die in ihrer Wohnung leben. Dort erhalten sie bedarfsorientierte Hilfe. „Unser Ziel ist es, diesen Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in ihrer eigenen Wohnung und mitten in der Gesellschaft zu ermöglichen“, erklärte Julia Schneider. Aktuell betreuten drei Mitarbeiterinnen rund 30 Menschen mit unterschiedlichen Handicaps. Ein weiterer Bestandteil ihrer Arbeit sind Gruppenangebote: „Sie schaffen Gemeinschaft, fördern soziale Teilhabe und stärken das Selbstwertgefühl.“

Das Wohl der Person steht im Mittelpunkt

Sven Taube berichtete über den zweiten Schwerpunkt von Arcus – das Führen rechtlicher Betreuungen. Der rechtliche Vereinsbetreuer übernimmt Verantwortung für Menschen, die infolge von Krankheit, Beeinträchtigung oder altersbedingten Einschränkungen ihre eigenen Angelegenheiten nicht mehr selber regeln können. Er unterstützt sie in rechtlichen, finanziellen und persönlichen Belangen. Das bringe für ihn auch schwierige Situationen mit sich, so Taube. Das Wohl der betreuten Person stehe

jedoch immer im Mittelpunkt.

Ein besonderer Dank

Sabine Hemmer-Burgbacher dankte den Anwesenden für die vielfältige Unterstützung und den Mitarbeitern für ihr Engagement. Ein besonderer Dank ging an Peter Bausch, der 2014 in einer schwierigen Zeit die Leitung des Vereins neun Jahre lang übernommen habe und immer noch bereit sei einzuspringen. Auch die ehrenamtlichen Betreuer leisteten einen wertvollen Beitrag, betonte sie.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzender Klaus Eisenhardt wünschte, dass die Arbeit des Vereins „weiter gedeiht“. Dafür sah er gute Voraussetzungen. Peter Bausch und dann Sabine Hemmer-Burgbacher hätten die Leitung des Vereins „beherzt in die Hand genommen“.