Auf dem vergrößerten Messestand wurde ein Querschnitt des Produkt- und Servicespektrums präsentiert. Foto: Arburg

Mit dem größten Messestand sowie der Präsentation vieler Neuheiten setzte das Unternehmen Arburg aus Loßburg ein klares Statement bei der Kunststofffachmesse Fakuma in Friedrichshafen.

Loßburg - "Nach langer Zeit ohne große internationale Präsenzmesse in Europa sind wir mit viel Freude und Spannung nach Friedrichhafen gereist und haben auf eine möglichst ›normale‹ Fakuma gehofft", so Christoph Schumacher, Bereichsleiter Marketing bei Arburg. "Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt: Die Qualität der Fachbesucher und deren Interesse an unseren Exponaten und Neuheiten waren hoch. Es kamen viele Entscheider auf unseren Stand, mit denen konkrete Projekte besprochen wurden."

Wertstoffkreisläufe geschlossen

Die positive Rückmeldung der Besucher habe bestätigt, dass die Strategie, sich mit voller Stärke zu präsentieren, aufgegangen sei: vergrößerter Stand, Zukunftsthemen Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, Live-Exponate und eine große Mannschaft, um die Besucher intensiv beraten zu können.

Das Programm "Arburg-Green-World" bündelt alle Aspekte rund um Ressourcenschonung und "Circular Economy". Mit gleich mehreren Anwendungen zeigte Arburg auf dem Messestand, wie sich Ressourcenschonung realisieren und Wertstoffkreisläufe sinnvoll schließen lassen. Dazu zählten etwa die Verarbeitung eines Bio-Kunststoffs, der zu 39 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen auf Basis von Rizinusöl besteht, und von "Post Consumer Rezyklat" (PCR), also von wiederaufbereiteten Kunststoffen aus Haushalts- oder gewerblichen Abfällen.

Bei Rezyklaten stellen die stark schwankenden Materialqualitäten hohe Anforderungen an Spritzgießmaschinen. Dafür hat Arburg das sogenannte Rezyklat-Paket für die Allrounder-Spritzgießmaschinen geschnürt, das bei der Fakuma Premiere hatte.

Wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenspielen, zeigten verschiedene innovative Markierungstechnologien für Kunststoffprodukte, die eine sortenreine Trennung und Zurückführung der Kunststoffe in den Wertstoffkreislauf ermöglichen. Das Fakuma-Programm spiegelte auch das rasante Wachstum der "Arburg-X-World" wider, in der Arburg seine digitalen Produkte und Dienstleistungen bündelt. Erstmals weltweit vorgestellt wurde auch die neue Maschinenreihe "Allrounder More", mit der sich Kunststoffprodukte aus mehreren Komponenten in einem Schritt effizient herstellen lassen. Als anspruchsvolles Beispiel wurde auf der Messe ein so genanntes "Lab-on-a-chip" produziert, das in der Medizintechnik für die Analyse geringster Flüssigkeitsmengen zum Einsatz kommt.

Weitere Schwerpunkte waren die Gestica-Steuerung und der Planetenrollengewindetrieb als wichtiger Teil des Antriebsstrangs bei Allroundern. Beide Produkte hat Arburg entwickelt. Sie seien Benchmarks in der Kunststoffbranche. Eine wichtige Rolle auf der Messe spielte auch die additive Fertigung. Live präsentiert wurde die Verarbeitung eines Hochtemperaturwerkstoffs mit dem "Freeformer". Darüber hinaus zeigten zahlreiche Bauteile auf, welche Potenziale das Arburg-Kunststoff-Freiformen für die Bereiche Medizintechnik und die Automobilindustrie bieten. Auf dem Arburg-Stand vertreten war auch die Schwesterfirma Innovati-Q mit einem 3D-Drucksystem für Flüssigsilikon.