Günther Oettinger findet, die Deutschen müssten mehr arbeiten. (Archivbild) Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Jetzt auch Günther Oettinger: Schon wieder beklagt ein CDU-Politiker, dass die Deutschen zu wenig arbeiten. Unser Autor ist der Meinung, dass das Problem wo ganz anders liegt.

Und schon wieder meint ein Politiker der CDU, den Deutschen erklären zu müssen, sie würden zu wenig arbeiten. Diesmal ist es Günther Oettinger beim Dollenberg-Dialog in Bad Peterstal-Griesbach.

 

Zwar stimmt es, dass im europäischen Vergleich in anderen Ländern pro Kopf mehr Arbeitszeit geleistet wird als in Deutschland. Doch der Grund dafür wird meist verschwiegen: Es sind vor allem viele Frauen in Teilzeitbeschäftigung, die den Durchschnittswert nach unten drücken.

Dabei würden viele dieser Frauen gerne mehr arbeiten. Das ist mittlerweile sogar statistisch erwiesen. Da Kita-Plätze vielerorts aber nach wie vor Mangelware sind, können viele Frauen nicht so viel Lohnarbeit leisten, wie sie gerne würden.

Das Problem sitzt in der Regierung

Das Problem sind nicht die angeblich faulen Arbeitnehmer – auch nicht die Generation Z und ihre Work-Life-Balance. Das Problem sind Politiker in Regierungsverantwortung, die ihren Job nicht machen und sich dann als große Mahner inszenieren.