Weltmarktführer im Zollernalbkreis: Bizerba-Hauptsitz in Balingen Foto: Maier

Der Waagenhersteller Bizerba mit Hauptsitz in Balingen ist auf der Suche nach Einsparpotenzialen. Ein Unternehmenssprecher beantwortet dazu Fragen unserer Redaktion.

Bizerba steht vor einem Umbruch. Der Waagenhersteller mit Hauptsitz in Balingen (Zollernalbkreis) hat den Arbeitgeberverband Südwestmetall verlassen.

 

Wir haben beim Unternehmen angefragt, was für den Balinger Standort und weitere geplant ist. Dazu Fragen und Antworten.

Gibt es personelle oder strukturelle Veränderungen am Standort in Balingen oder an anderen Standorten?

„Zum aktuellen Zeitpunkt“ sei das nicht der Fall, wie ein Unternehmenssprecher unserer Redaktion berichtet.

„Grundsätzlich wurde Anfang des Jahres eine umfassende Strukturanpassung durchgeführt, welche Bizerba mittel- bis langfristig bestmöglich aufstellt, um im internationalen Wettbewerb Chancen gezielt nutzen zu können.“

Damit ist die Streichung von zehn Prozent der Stellen gemeint, die Bizerba im Januar angekündigt hatte – damals beschäftigte das Unternehmen etwa 4500 Mitarbeiter.

Werden am Bizerba-Standort Balingen Stellen gestrichen?

„Aktuell liegt keine Entscheidung zur Streichung von Stellen am Standort in Balingen vor. Um der aktuellen Wirtschaftslage und dem Kostendruck Rechnung tragen zu können, werden übergreifend Maßnahmen geprüft“, heißt es.

Die Tarifverhandlungen sind gescheitert. Wie geht es bei Bizerba weiter?

Mit dem Ergänzungstarifvertrag seien unter anderem Kosteneinsparungspotenziale avisiert worden, erklärt der Sprecher, „welche nun durch anderweitig gelagerte Maßnahmen zum Teil erreicht werden sollen“.

Konkreter wird er nicht: „Diese Alternativ-Maßnahmen gilt es in den kommenden Wochen und Monaten im Detail zu bewerten und einzuleiten.“ Der Sprecher erwartet nach dem Aus bei Südwestmetall einen „flexibleren und offeneren Diskurs“. Bizerba werde „selbstverständlich auch weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen sicherstellen“.

Gibt es einen Einstellungsstopp?

In Sachen Personaleinstellungen habe Bizerba seit Anfang 2024 „sehr selektiv“ entschieden, „um einen Kostenaufbau zu vermeiden“. Dies soll beibehalten und intensiviert werden. „Sobald die Alternativen zum gescheiterten Ergänzungstarifvertrag vorliegen, wird diese Situation neu bewertet.“

Wurden bei Bizerba weitere Maßnahmen beschlossen?

„Kurzfristig werden neben dem Einstellungsstopp auch weitere Kostenbudgets und Ausgaben umfassend geprüft und gekürzt“, erklärt der Sprecher.

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