Der Arbeitsmarkt in der Region wird belebt, doch für ein Aufatmen sind die Zahlen nicht gut genug.
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen im Mai gesunken. 13.395 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 205 Personen weniger (minus 1,5 Prozent) als im April, aber 270 Personen oder 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent und war identisch zum Vormonat.
Den fünften Monat in Folge ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk rückläufig. 2026 startete mit einem Höchststand von 14.028 Arbeitslosen, diese Zahl hat sich zwischenzeitlich um 633 Personen verringert. Parallel stieg die Zahl der Stellen, die der Agentur für Arbeit von Unternehmen aus der Region gemeldet werden: Ein kräftiges Plus von 21,8 Prozent mehr Stellenneuzugängen gegenüber dem Vormonat. Insgesamt sind im Mai 950 neue Stellenangebote eingegangen, 170 mehr als im April.
„Die Bedarfe der Betriebe nach Arbeits- und Fachkräften steigen erfreulicherweise wieder. Inwieweit sich diese Entwicklung verstetigt und ob auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten nachhaltige Verbesserungen in Sicht sind, bleibt abzuwarten. Positive Konjunktursignale und wirtschaftliche Erholung werden weiterhin von geopolitischen Krisen sowie hohen Energie- und Rohstoffpreisen gedämpft“, so Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.
Gesuchte Fachkräfte
„Gesucht werden weiterhin Fachkräfte“, berichtet Scholz, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine abschlussorientierte Fortbildung für die Arbeitssuche im Bewerbungsprozess immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 6710 Personen (148 Personen weniger als im Vormonat, aber 486 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 6685 Arbeitslose registriert (57 Personen weniger als im Vormonat und 216 Personen weniger als im Vorjahr).
Im Mai zeigten 31 Betriebe für 269 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Vormonat waren es noch 74 Betriebe mit 954 Beschäftigten. Im Januar befanden sich nach vorläufigen Hochrechnungen 3976 Personen aus der Region in Kurzarbeit.
Seit Oktober wurden der Agentur für Arbeit 3067 Ausbildungsstellen gemeldet. Gleichzeitig haben sich 2263 Jugendliche mit den Berufsberatern in Verbindung gesetzt, weil sie sich für eine Ausbildung interessieren. Rund die Hälfte von ihnen ist aktuell noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
Im Kreis Rottweil ist die Arbeitslosigkeit im Mai gesunken. 2734 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 94 Personen weniger (minus 3,3 Prozent) als im April. Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau.
Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren 6087 Menschen arbeitslos gemeldet, 76 Personen weniger (minus 1,2 Prozent) als im April. Die Arbeitslosenquote betrug 5 Prozent – wie im Vormonat. Im Kreis Tuttlingen waren 4574 Menschen arbeitslos gemeldet, 35 Personen weniger (minus 0,8 Prozent) als im April. Die Arbeitslosenquote betrug 5,4 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau.