Einen Anstieg der Erwerbslosen im Dezember meldet die Agentur für Arbeit für die Region Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Im Dezember waren 13 214 Personen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg arbeitslos gemeldet. Im Kreis stieg die Arbeitslosenzahl auf 4,9 Prozent.

Die Arbeitslosenquote stieg in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen somit um ein Zehntel auf 4,6 Prozent.

 

Der Anstieg erfolgte in einem für Dezember üblichen Ausmaß und ist erklärbar mit saisonal bedingten Kündigungen beziehungsweise der Beendigung von Arbeitsverhältnissen zum Quartalsende.

Auffällig ist, dass sich im Kalenderjahr 2025 die Zahl der Arbeitnehmer, die sich aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos melden mussten, mit insgesamt 14 164 Personen im Vergleich zum Jahr 2024 nur minimal erhöht hat, das ist ein Plus von 0,6 Prozent, teilt die Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen mit.

Im Gegenzug dazu konnten im Jahresverlauf 10 796 Arbeitslose wieder in eine Beschäftigung einmünden (plus 6,4 Prozent).

Arbeitsmarkt stark in Bewegung

„Die Zahlen zeigen, dass der Arbeitsmarkt stark in Bewegung ist. Es gibt weiterhin Unternehmen, die trotz der angespannten Wirtschaftslage einen Arbeitskräftebedarf signalisieren und Schwierigkeiten haben, diesen zu decken. Aufgrund dieser Erkenntnis setzen wir unseren Fokus verstärkt auf eine Job-to-Job-Vermittlung – den nahtlosen Übergang von einem gekündigten Beschäftigungsverhältnis zu einem neuen Arbeitgeber“, erklärt Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

„Das Format der Arbeitsmarktdrehscheibe ermöglicht eine frühzeitige Vernetzung von Unternehmen, die Personal freisetzen müssen und Unternehmen mit Personalbedarf. Ziel ist es, Arbeitslosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen.“ Betrachtet man die Dauer der Arbeitslosigkeit, zeigt sich klar, dass es für Betroffene schwieriger geworden ist, eine einmal eingetreten Arbeitslosigkeit schnell wieder zu beenden: Der Anteil der Arbeitslosen, die zwölf Monate und länger arbeitslos sind, liegt bei rund 30 Prozent aller Arbeitslosen.

Anpassungsqualifizierungen erforderlich

Im Dezember gab es im Agenturbezirk 516 Langzeitarbeitslose mehr als vor einem Jahr (plus 15,3 Prozent). Scholz unterstreicht: „Die Zeit ohne Beschäftigung sollte dringend für erforderliche Anpassungsqualifizierungen genutzt werden, um für die Zukunft notwendige Kompetenzen zu erhalten. Mit aktualisiertem Wissen lassen sich auch die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz erhöhen.“

Weniger Nachfrage: 612 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (298 weniger als im Vormonat und 227 weniger als vor einem Jahr). Die meisten Gesuche von Unternehmen aus der Region gibt es aktuell in den Berufsgruppen Metallbearbeitung (113 Angebote), Lagerwirtschaft und Logistik (49 Angebote), Maschinenbau- und Betriebstechnik (32 Angebote) sowie Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege (24 Angebote). Im Dezember befanden sich insgesamt 2980 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit.

Die Zahlen in den Regionen

Kurzarbeit: Im Dezember zeigten 74 Betriebe für 985 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Vormonat waren es 69 Anzeigen für 765 Beschäftigte.

Die Regionen im Überblick, Kreis Rottweil: Die Arbeitslosigkeit im Kreis Rottweil ist im Dezember gestiegen. 2693 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent.

Kreis Tuttlingen: Die Arbeitslosigkeit im Kreis Tuttlingen ist im Dezember gestiegen. 4481 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 56 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent.

Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Arbeitslosigkeit im Schwarzwald-Baar-Kreis ist im Dezember gestiegen. 6040 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 41 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent.

146 Arbeitslose mehr als im Vorjahr

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Dezember meldeten sich 1390 Personen im Schwarzwald-Baar-Kreis neu oder erneut arbeitslos, das waren 146 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1346 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 142 mehr als im Dezember 2024.

Seit Jahresbeginn gab es somit 16 136 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 593 Meldungen. Dem gegenüber stehen 15 919 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 1054 Abmeldungen. Im Dezember meldeten sich 563 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 29 mehr als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 349 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, acht weniger als vor einem Jahr.