Der Arbeitskreis Freizeit und Kultur macht in Dormettingen mächtig was los. So organisiert er unter anderem die Kunstausstellung im Spätherbst, die auch dieses Jahr gut besucht war (Bild). Über die weiteren Aktivitäten wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats berichtet. Foto: Schweizer

Fördervereinsvorsitzender Elmar Weckenmann gab im Gemeinderat einen Rück- und Ausblick auf die Aktivitäten des Arbeitskreises Freizeit und Kultur.

„Niemals langweilig“, steht auf der Internetseite der Gemeinde unterhalb des Buttons „Veranstaltungen“. Dass in dem knapp über 1100 Einwohner zählenden Örtchen das Dorfleben pulsiert, ist nicht nur ein Verdienst der vielen Vereine, sondern vor allem auch des im Jahr 2012 gegründeten Arbeitskreises Freizeit und Kultur, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mindestens einmal im Monat die Dormettinger von ihren Sofas zu locken. Das Angebot könnte bunter und breitgefächerter nicht sein. Neben jeder Menge Kabarett, Theater und Spieleabenden gab es schon eine Sonnenaufgangswanderung, eine Exkursion in den Wald und ein Bierbrauerseminar. Die Sportlichen durften sich im Schiefererlebnis im Bogenschießen versuchen. Und auch für die Ausstellungen im Spätherbst zeigt sich der Arbeitskreis mitverantwortlich.

 

Förderverein Gegründet

Vor allem der finanziellen Absicherung wegen, wurde vor einigen Wochen ein Förderverein gegründet. Elmar Weckenmann, ein Mann der ersten Stunde des Arbeitskreises, der sich zusammen mit Wolfgang Kiene den Vorsitz teilt, sprach am Donnerstag von einer Erfolgsbilanz. Der rege Zuspruch – auch aus der näheren Umgebung – sei für ihn und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter Lohn und Quelle für die Motivation. „Wenn’s den Leuten gefällt, sind wir zufrieden“, betonte der langjährige Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter.

Am Anfang, informierte Weckenmann, hätten sich auch die Vorsitzenden der Dormettinger Vereine eingebracht. Mittlerweile bestehe der Arbeitskreis aus zehn Mitgliedern. Hilfe komme aus den Familien, von Freunden und aus der katholischen Kirchengemeinde. Für die Planung und Organisation der Veranstaltungen seien bis zu sechs Zusammenkünfte im Jahr notwendig. Eine Entschädigung gäbe es nicht. Auch stellte er fest: „Wir führen alle Angebote ohne eine finanzielle Inanspruchnahme der Gemeinde durch.“

1000 Euro als „Grundausstattung“

Der Arbeitskreis sei aus Dormettingen nicht mehr wegzudenken, zeigte sich Bürgermeister Anton Müller voll des Lobes. Er leiste Unglaubliches, seine Mitglieder würden bei der Auswahl der Veranstaltungen viel Fingerspitzengefühl beweisen. „Wir sind dankbar, dass es ihn gibt.“ So sahen es auch die Gemeinderäte. Der Arbeitskreis soll deshalb weiterhin eine kulturelle Einrichtung unter dem Dach der Gemeinde bleiben. Außerdem wurde beschlossen, den Förderverein mit 1000 Euro zu unterstützen. Als „Grundausstattung“, wie es der Bürgermeister formulierte.

Programm steht fest

Das Programm des Arbeitskreises für das nächste Jahr ist schon in weiten Teilen in trockenen Tüchern. So hält der Rechtsanwalt Michael A. C. Ashcroft im Januar im Bürgersaal einen Vortrag zum Thema „Älter werden“. Im Frühjahr wird bei einer Wanderung auf den Plettenberg der Frage nachgegangen: „Woher kommt das Dormettinger Wasser?“. „Gesundes Brot traditionell und regional selber backen“ steht im Juni auf dem Programm. Noch vor dem Urlaub verwandeln sich das Pfarrhaus und der Pfarrsaal in ein „Café anno dazumal“. Im Oktober öffnet der Mostbesen wieder, und darüber hinaus wird es ein „Klangschalen-Erlebnis“, ein Benefiz-Konzert und den fast schon traditionellen Adventsweg geben. Die 14. Kulturtage beginnen am 9. November und enden am 23. November.