Die Vorfreude wächst: Thomas Bleile (von links), Winfried Stempfle, Sylvia Scholz, Ralf Broß und Werner Rottler überzeugen sich am künftigen Arbeitsamt an der Marxstraße vom Fortschritt der Arbeiten. Foto: Nädele

In diesem Jahr dürfte bei der Mitarbeitern der Agentur für Arbeit in Rottweil die Vorfreude auf Nikolaus ganz besonders groß sein. Die Woche ab 6. Dezember ist für den Umzug von der Neckarstraße zurück an die Marxstraße anvisiert.

Rottweil - Das gab Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen, am Dienstag bei einem Rundgang über die Baustelle bekannt. Damit enden zehn Jahre Leerstand des Gebäudes und mehr als vier Jahre umfangreicher Sanierungsarbeiten mit Baustopp und maroder Substanz.

Handwerker kommen gut voran

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Ralf Broß, Werner Rottler, Präsident Handwerkskammer Konstanz, und Thomas Bleile, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit, führten Scholz und Architekt Winfried Stempfle von S-ASS Architekten + Ingenieure aus Stuttgart durch die Räume, die selbst Altgediente der Agentur nicht wiedererkennen dürften. Broß erinnerte sich noch an sein Berufsberatungsgespräch als Abiturient vor 40 Jahren in dem Gebäude, das die Agentur dann 1996 in Richtung Neckarstraße verlassen hat. 25 Jahre später, wie sich die Vorsitzende der Geschäftsführung mit dem Oberbürgermeister freut, kehre die Einrichtung zurück mit ihren öffentlichen Dienstleistungen mehr ins Zentrum der Stadt.

Bevor nun wirklich der Umzug ansteht und nervenaufreibende Zeit der Sanierung abgeschlossen ist, steht noch weitere Arbeiten im und um das Gebäude an. Gleichwohl kommen die Handwerker gut voran. Teppichboden, Trennwände, Beleuchtung sind in den oberen Etagen bereits vorhanden, die markante Fassade mit den Sonnenschutzlamellen lässt eher an einen Neubau, denn an ein grunderneuertes Gebäude denken. Architekt Stempfle macht auch kein Geheimnis daraus, dass ein Neubau deutlich einfacher zu realisieren gewesen wäre – doch ohne Bebauungsplan hätte an diesem Standort nicht der erforderliche Büroraum geschaffen werden können. Gute Gründe für das entkernen und die umfangreiche Sanierung findet der Architekt aber trotzdem: Die CO2-Bilanz sei um ein Vielfaches besser als bei einem Neubau, bei dem viel Beton hätte eingesetzt werden müssen.

Neuigkeit wird zurückgehalten

Weiter in Schweigen hüllt sich die Arbeitsagentur zu einer anderen Bilanz, nämlich bei Fragen nach den Kosten. "Ich bitte um Verständnis", erklärt Sylvia Scholz diese Entscheidung damit, dass ja auch zur Eröffnung – geplant für Januar oder Februar – noch eine Neuigkeit zurückgehalten werden müsse.