Bürgermeister Fritz Link, Landrat Sven Hinterseh, Tomas Lemcke, Ortsvorsteher von Burgberg, und Peter Schäfer, Projektleiter beim Planungsbüro Harrer, auf der Baustelle. Foto: Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

Am Montag geht es los: Die Glasbachbrücke in der Burgberger Ortsdurchfahrt wird neu gebaut. In einer Pressemitteilung gibt das Landratsamt Einzelheiten zum Bauprojekt bekannt.

Königsfeld-Burgberg - Die Bauarbeiten an der Glasbachtalbrücke in Burgberg beginnen am Montag, 16. Mai. Die Vorarbeiten laufen bereits seit April: Bevor es an den Abbruch der Brücke gehen konnte, mussten dem Landratsamt zufolge beispielsweise die Hauptwasserleitung der Gemeinde Königsfeld und die Hauptversorgungsleitungen der Telekom umgelegt werden. Diese Arbeiten sind demnach bis Montag abgeschlossen, sodass es nun richtig los gehen kann.

Behelfsumfahrung für die Bauzeit

Für den innerörtlichen Verkehr baut das beauftragte Unternehmen Schleith aus Achern eine Behelfsumfahrung. Der Fußgänger- und Straßenverkehr ist dann halbseitig durch eine Ampel geregelt und wird so über den Glasbach geführt. Die Umfahrung ist etwa ab dem 30. Mai eingerichtet, sodass die Brücke im Juni abgebrochen werden kann. Durch den Ampelbetrieb kann sich der Verkehrsfluss verzögern. Der Durchgangsverkehr sollte die Ortsdurchfahrt Burgberg deshalb meiden und die umliegenden Straßen nutzen, teilt das Landratsamt mit.

Sobald der Brückenoberbau, die Fahrbahnplatte, entfernt ist, müssen an beiden Widerlagern Spundwände eingebaut werden. So können die neuen Widerlager, die circa 1,80 Meter tiefer als die Bachsohle liegen, ausgeschachtet werden.

Fertigstellung bis Ende Oktober geplant

Die Fundamente und Brückenwiderlager sind bis etwa Ende Juli fertiggestellt, sodass im August mit dem Brückenüberbau begonnen werden kann. Ab Ende August ist die Brückenplatte fertig und die Brückenabdichtung kann eingebaut werden. Danach werden die Brückenkappen aufgebracht. Der Einbau der Geländer und die Straßenbauarbeiten erfolgen bis Mitte Oktober.

Ab dann kann die Brücke vom Verkehr wieder genutzt werden. Bei den Schlussarbeiten werden die Brückenumfahrung zurückgebaut und der Bachlauf wiederhergestellt. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist auf Ende Oktober geplant.

Kosten von rund einer Million Euro

Dann wird ein Projekt zu Ende gehen, dass bereits im Jahr 2019 mit ersten Planungen und statischen Berechnungen begann. Im Jahr 2020 lag das Ergebnis vor, dass eine Sanierung sehr aufwendig wäre. Zudem ist die Brücke nur mit 30 Tonnen befahrbar, was den heutigen Anforderungen von klassifizierten Brücken nicht mehr genügt.

Der Kreistag entschied sich deshalb 2020 für einen Ersatzneubau. Die Gesamtkosten der Maßnahmen liegen bei rund einer Million Euro. Das Land Baden-Württemberg leistet über den Brückenfond eine Zuwendung von 257 000 Euro.