Am Bohnenberger-Areal in Zavelstein gibt es noch viel zu tun. Doch die Bauherrengemeinschaft ist guter Dinge. Foto: Fritsch

Das Bohnenberger-Areal in Zavelstein war lange Zeit Zankapfel der öffentlichen Debatte in Bad Teinach-Zavelstein. Jetzt wird dort munter gebaut und saniert. Bis Jahresende will die Bauherrengemeinschaft fertig mit dem aufwendigen Umbau sein.

Bad Teinach-Zavelstein - Das Bohnenberger-Areal im Teilort Zavelstein wird derzeit aufwendig saniert. Nach Monaten des kommunalpolitischen Tauziehens um die Zukunft des ortsbildprägenden Bauwerks, hat sich inzwischen eine Bauherrengemeinschaft dem Gebäude angenommen. Seitdem ist es eher ruhig geworden um das alte Haus – doch jetzt stehen zahlreiche Baumaschinen am Gebäude, die Erde ist aufgerissen.

"Wir haben den ELR-Zuschuss im Februar erhalten, dann ging es los", blickt Klaus Pichler als einer der Beteiligten zurück. Man sei zügig in die Gänge gekommen – auch und vor allem deshalb, weil diverse Gewerke wie Tiefbau und Architekt schon in der Bauherrengemeinschaft vorhanden sind. Man baut ins Obergeschoss fünf Wohnungen, im Erdgeschoss soll ein Ladengeschäft entstehen, das vornehmlich regionale Produkte feilbietet.

Doch soweit ist man laut Pichler dann noch nicht. "Der Innenausbau wird noch Zeit brauchen. Aber bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. Wir sind im Moment auch gut im Zeitplan", erklärt er. Eine Reihe von Entscheidungen stünden allerdings noch an. Die Gemeinschaft der Bauherren ist zunächst aber froh, dass man das Gebäude nicht abgerissen hat. "Wir wollten das einfach erhalten", erklärt Pichler nochmals die Motivation der Bauherren. Bisher habe man auch mit der Bausubstanz Glück gehabt, erklärt Pichler. Lediglich ein Stützbalken hätte getauscht werden müssen, sonst sei man von "bösen Überraschungen" verschont geblieben.

Lange keinen Beitrag mehr

Nun hofft man, dass das auch weiterhin so bleibt. Parallel zur Maßnahme der Bauherrengemeinschaft hat übrigens die Stadtverwaltung diverse Leitungsarbeiten rund um das Areal in Auftrag gegeben. So wird zum Beispiel eine Rohrleitung deutlich aufdimensioniert und eine weitere Leitung saniert. Ein Projekt, das nicht mehr mit dem selben Nachdruck verfolgt wird, wie die eigentliche Sanierung des Bohnenberger-Hauses ist das Online-Bürgerforum der Initiative "Lebenswerte Gemeinde". Einst hatte deren Mitbegründer Hubert Keller im Gemeinderat ausgeführt, was alles erreicht werden soll. Von Yoga-Kursen, einem Begegnungsraum, ja einem erweiterten Wohnzimmer zum Austausch unter den Bürgern war angedacht. Doch davon hört man nicht mehr viel, auch die Online-Plattform verzeichnete bis jetzt fast zwei Jahre lang keinen neuen Beitrag mehr.

Vor wenigen Tagen verwies dann Pichler dort darauf, dass die Kommune am Projekt "Unser Dorf hat Zukunft" teilnimmt. Vielleicht eine Initiative, die das Bürgerforum wiederbeleben könnte. Denn es sei wichtig, erklärt Pichler, dass man "was tut für seinen ­Flecken"."

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