Der Badesee in Rangendingen – eigentlich ein Rückhaltebecken – wurde im Herbst abgelassen. Es sind nur noch wenige Arbeiten, die ausstehen.
Der Stausee in Rangendingen ist ausgebaggert, und die Arbeiten liegen im Zeitplan. Nur noch kleinere Arbeiten im und am Becken stehen noch aus. Das berichtet Ortsbaumeister Jürgen Dieringer auf Anfrage der Redaktion.
Wie er konkretisiert, müssen noch wenige Restarbeiten abgeschlossen werden. Dabei wird auch eine Schwimmsperre eingebaut, sodass die Badegäste getrennt vom „fischberuhigten Bereich“ bleiben.
Es besteht Lebensgefahr
Ende Februar soll sich das Wasser wieder stauen. Wie lange es dauert, bis der See wieder voll ist? Das hängt von der Witterung ab, erklärt Dieringer. Je mehr Regen, desto schneller geht es.
Abgelassen worden war das Wasser im Oktober 2025. Hintergrund sind Wartungsarbeiten an der Anlagentechnik. Betroffen hiervon waren Schiebertafeln, Gestänge und Stellmotoren. Grundsätzlich wird die Einrichtung für die Hochwassersteuerung überprüft und gewartet.
Der bei vielen Badegästen beliebte Stausee ist eigentlich ein Hochwasserrückhaltebecken. Dieses wurde in den 1970er-Jahren angelegt, um das über den Talbach zufließende Wasser aus den höher gelegenen Regionen südlich von Rangendingen – insbesondere aus Richtung Weilheim und Grosselfingen – zurückzuhalten. Der Stausee wird vom Talbach gespeist, und darüber auch wieder befüllt. Bis zur Dauerstauhöhe sind etwa 150. 000 Liter Wasser nötig. Dass der Rangendinger Stausee abgelassen wird, ist übrigens eine Seltenheit. Zuletzt konnte man den Grund des Sees im Winter 2013/2014 sehen. Das abgelassene Wasser wird flussabwärts über den Talbach in die Starzel geleitet.
Auch wenn es deshalb vielleicht verlockend wäre, den abgelassenen See zu betreten: Man könnte einsinken, und es besteht deshalb Lebensgefahr. Ein Schild warnt davor. Erwartet wird, dass der Stausee zur kommenden Badesaison wieder gefüllt sein wird. Der See gilt als beliebtes Badegewässer, das weit über die Grenzen Rangendingens hinaus bekannt ist. Aufgrund des hohen Andrangs kommt es regelmäßig zu Beschwerden über die wild parkenden Besucher.