Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Appetitlosigkeit Viele Senioren können nichts dafür, dass sie im Alter weniger essen

Von

Doch was tun, wenn der Appetit sich trotz gesundem Essen einfach nicht einschalten möchte? Tatsächlich können viele Senioren nichts dafür, dass sie im Alter weniger essen. Es liegt an dem Hormon Ghrelin. Es beeinflusst die Hirnregionen, die Appetit auslösen, und steuert so zusammen mit Leptin und Cortisol das Hunger- und Sättigungsgefühl. Doch im Alter sinkt die Konzentration des Stoffwechselhormons stetig. Alte Menschen haben einfach weniger Hunger.

Ein anderes Problem kann mit zunehmendem Alter das Geschmacksempfinden sein – dieses kann sich durch Medikamente oder Erkrankungen verändern. Viele greifen daher zum Salzfass, um ordentlich nachzuwürzen. Dabei gibt es durchaus gesunde Alternativen: „Frische Kräuter können beispielsweise dabei helfen, den Geschmack wieder anzuregen“, sagt Ricarda Holtorf.

Auch das Durstempfinden lässt im Alter nach

Zumal der übermäßige Salzkonsum ein weiteres Problem beschleunigt, mit dem Menschen beim Älterwerden sowieso zu kämpfen haben: der Flüssigkeitsverlust. Viele Senioren trinken zu wenig – zum einen weil das Durstempfinden im Alter nachlässt, teils ist es auch die Angst vor nächtlichen ­Toilettengängen, andere trinken auch aufgrund von Prostatabeschwerden weniger. Doch um Austrocknung, Nierenversagen oder Kreislaufstörungen zu vermeiden, sollten gerade Senioren öfters zum Mineralwasser greifen: Mindestens eineinhalb Liter sollten laut Angaben der DGE Senioren pro Tag zu sich nehmen. Wer es leicht vergisst, dem rät Holtorf täglich zwei Flaschen Mineralwasser in ständige Sichtweite zu stellen.

Von Nahrungsergänzungsmitteln, die für Ältere häufig angepriesen werden, halten Ernährungsexperte nichts. Im Gegenteil: So warnen die Verbraucherzentralen davor, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gesundheitsgefährdend sein kann. Auf hoch dosiertes Vitamin C können empfindliche Personen mit Nierensteinen reagieren, der tägliche Konsum von Multivitamintabletten könnte das Risiko für Prostatakrebserkrankungen erhöhen, eine langfristig zu hohe Eiseneinnahme kann zu Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen führen. Lediglich für Senioren, die sich aufgrund von Essproblemen einseitig ernähren, chronisch Kranke oder Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein, so Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg: „Ein gesunder Mensch braucht keine Nahrungsergänzungsmittel und kann sich bei einer richtigen Ernährung alles, was er braucht, aus den Lebensmitteln holen.“

Artikel bewerten
2
loading

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.