Die Stolpersteine von Emil und Selma Burkart sind eine Warnung: Alltagsrassismus kann auch in extremer Gewalt enden. Foto: Kuster

Evelin Nolle-Rieder, Leiterin der Kleinkunstbühne K3 und Regisseurin Laura Tetzlaff, haben eine App entwickelt, die ihre Nutzer nach dem Geo-Caching-Prinzip durch Winterlingen schickt und dabei hautnah eine spezielle Erfahrung vermittelt: Alltagsrassismus.

Winterlingen - Ich spaziere das Rössle-Winkele in Winterlingen entlang und genieße das schöne Wetter. Eine ältere Dame kommt mir entgegen und grüßt mich. Ich lächle zurück. Ehe ich etwas sagen kann, streckt sie ihre Hand nach mir aus. Erschrocken ziehe ich meinen Kopf ein und sie verlegen ihre Hand zurück. Lächelnd schaut sie mich an und sagt: "Oh, du hast aber schöne Haare. Darf ich die mal anfassen?". Was? Nein! Wir kennen uns doch gar nicht! "Schade, ich hätte auch gerne solche Locken – aber sag mal, kannst du die überhaupt waschen?" Mir klappt die Kinnlade runter: Wie kann man nur so dreist und unverschämt sein?!

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