In den Schramberger Apotheken, hier der Spittel-Apotheke, wird die neue Möglichkeit des E-Rezepts noch nicht genutzt. Foto: Leinemann

Die Digitalisierung hat auch im Gesundheitswesen Einzug gehalten: Seit September müssen Apotheken Medikamentenbestellungen auch über ein elektronisches Rezept entgegennehmen können. Der Start läuft jedoch eher zögerlich an.

Schramberg - Wie Cajetan Rapp von der Löwen-Apotheke Tennenbronn mitteilt, seien alle Mitarbeiter entsprechend geschult – Kunden mit E-Rezept habe es bis dato jedoch noch keine gegeben. Das bestätigt Emil Baurenski von der Spittel-Apotheke: Dort habe es bisher nur einen einzigen Fall gegeben, bei dem ein Kunde mit einem elektronischen Rezept zu ihm gekommen war.

Papier sparen

Diese Erfahrung teilt Baurenski mit den Mitarbeitern der Römer-Apotheke in Waldmössingen, wo sich bislang ebenfalls nur ein Kunde der dieser Technologie bediente. Der Ablauf verlief bei diesem jedoch reibungslos – Chefin Birgitt Mäntele spricht von einer Vereinfachung des Rezept-Prozederes auf lange Sicht, zudem könne Papier eingespart werden.

Erfahrungswerte sammeln

Weitaus häufiger seien die E-Rezepte von Online-Arztpraxen – dort wurden schon mehrere Fälle digital abgewickelt. "Es läuft noch nicht wie gewünscht", meint die Apothekerin, dass es generell noch an Erfahrungswerten fehle. Gerade im Hinblick auf eine Fehleranalyse, die mögliche Tücken ans Tageslicht bringen könnte.

Als weiteres Beispiel für Fortschritte in der Internet-Sicherheit der jüngeren Vergangenheit im Gesundheitswesen nannte Mäntele an dieser Stelle das System KIM (Kommunikation im Medizinwesen) das den Datenaustausch zwischen Arzt, Apotheke und Gesundheitszentren erleichtere. Die sei wesentlich sicherer als beispielsweise E-Mails, die geknackt werden könnten.