Was für ein toller Anblick: In Bergfelden fand das Treffen der Ape-Freunde Südwest statt. Staunende Blicke waren den Fahrern der „flotten Bienen“ dabei sicher.
Sauber aufgereiht wie zu einer Verkaufsausstellung standen die Ape-Modelle der italienischen Firma Piaggio in der Weiherstraße 10 in Bergfelden. Malerisch herausgeputzt, liebevoll dekoriert präsentierten sie sich schon als Augenweide, angeführt vom „Schneewittchen“, der Gastgeberin Helga Klingele.
Die Ape-Freunde Südwest trafen sich wieder als „Familie im Garten von Helga“. Seit 2008 gehört dieser Termin zum festen Jahresprogramm und erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Große Wiedersehensfreude
Dieses Jahr waren es sogar 34 stolze Besitzer dieser Kultfahrzeuge, die hier ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Die ersten waren bereits am Donnerstag angereist, die anderen rollten am Freitag an.
Manche kamen auch im Wohnwagen, da deren Bienchen in die Jahre gekommen waren. Richtig groß die Wiedersehensfreude, denn die Tüftler, Bastler, Pannenhelfer, Entschleuniger und Genießer hatten so viel zu erzählen und zu bestaunen.
Das kurioseste Gefährt war eine Ape mit großer Kiste (zwei Meter mal 1,50 Meter), die zu einem komfortablen Wohnwagen umgebaut wurde.
Die Gäste kamen aus dem ganzen süddeutschen Raum. Auch aus Augsburg und dem Saarland waren Ape-Fahrer da. Sogar zwei Schweizer Freunde hatten sich nach Bergfelden aufgemacht. Ein spontan angemieteter Pool für die Ganzkörperkühlung und ein Planschbecken für die Füße halfen gegen die brütende Hitze.
Am Samstag traute mancher wohl kaum seinen Augen, als zwei farbenprächtige Konvois hupend und beflaggt an ihm vorbeizogen. Fenster gingen auf, Leute blieben stehen und winkten. Alles freute sich. Da ließ man sich auf der Dreitälerfahrt gerne bestaunen.
50 000 Kilometer in zwei Jahren
Ziel war das Wasserschloss in Glatt. Hier ergaben die Fahrzeuge im Schlosshof ein imposantes Bild, eine Zugabe noch für die Gäste des Schlosscafés. Wieder zurück schwärmten die „rasenden Rentner“ von ihren Ausfahrten von Bad Dürrheim aus in die Schweiz.
Neben dem Besuch von Sursee und dem Sarner See standen die „Vespa World Days“ in Interlaken auf dem Programm. Aus etwa 5000 Vespa Rollern wurde der älteste prämiert. Und dann wurde der „rote Teppich“ eigens für ihre Apes ausgerollt, war voller Stolz zu hören. Sie durften sich präsentieren.
Weitere Fahrer nannten Kroatien, Ostsee oder Berlin als Ziel. Bemerkenswert waren 50 000 gefahrene Kilometer innerhalb von zwei Jahren von einer Dame aus Freudenstadt.
Allen gemeinsam ist das Genießen der Landschaft bei entschleunigtem Fahren. Und bei den abendlichen „Benzingesprächen“ tauschte man sich aus, womit man seinen Liebling denn noch ausstaffieren und damit noch attraktiver machen könnte.