Das AOK-Kundencenter in Triberg ist seit Anfang Mai geschlossen. Foto: Christel Börsig-Kienzler

Die AOK reagiert auf veränderte Bedürfnisse und setzt auf ein modernes Serviceangebot, das digitale und persönliche Beratung vereint. Seit Mai ist daher das Triberger KundenCenter geschlossen.

So manches AOK-Mitglied hat sich schon etwas gewundert, als es in der Triberger Hauptstraße vor verschlossenen Büroräumen der Krankenkasse stand und auf einem Plakat auf der gläsernen Eingangstür las: „Wir sind in den Kudencentern Furtwangen und Villingen für Sie da!“.

 

Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte die AOK hierzu mit, dass sie in der Nähe bleibe und sind jederzeit für ihre Versicherten da sei. Die Krankenkasse hat, wie sie betont, auf das sich wandelnde Kundenverhalten reagiert und ihr Serviceangebot entsprechend angepasst. Besonders die Schließung des Kundencenters in Triberg im Mai fällt ins Auge, doch die AOK versichert, dass ihre Kunden weiterhin umfassend in Furtwangen und Villingen-Schwenningen betreut werden.

Veränderte Erwartungen

Die Gründe für diesen Schritt liegen laut AOK vor allem in veränderten Erwartungen der Versicherten an die Beratung und Betreuung, wie ein Gespräch zwischen Harald Rettenmaier, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel und Hauptamtsleiterin Barbara Duffner zeigte.

An Lebensqualität angepasst

In erster Linie wird nach AOK-Auskunft zunehmend der Wunsch geäußert, Anliegen während eines Besuchs möglichst umfassend zu klären – zu einer Tageszeit, die der individuellen Lebensrealität der Kunden entspricht. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, setzt man auf eine Bündelung von Fachwissen und Kompetenz in einem neu strukturierten Kundencenter-Netz. Dabei bleibt laut AOK das nahe gelegene Kundencenter in Furtwangen weiterhin als Anlaufstelle für persönliche Beratung erhalten.

Anliegen lieber online und telefonisch

Immer mehr Versicherte bevorzugen es, ihre Anliegen online oder telefonisch zu klären. Die AOK reagiert auf diese Entwicklung, indem sie vermehrt digitale Angebote und papierlose Dienstleistungen bereitstellt, wie sie auf Nachfrage weiter informiert. Für die wenigen Fälle, bei denen weder ein persönlicher Besuch noch eine telefonische oder digitale Beratung ausreicht, bietet sie auch Hausbesuche an, erklärt die AOK. Auf diese Weise stelle sie sicher, dass auch Menschen, die nicht mobil oder digital erreichbar seien, die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.