Ein junger Mann, der ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, hilft einer Bewohnerin einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke Foto: Gentsch

Freiwilligendienste zahlen sich bei der Rente aus

Wer sich in jungen Jahren sozial engagiert, tut damit auch sich selber was Gutes: Die Zeiten zählen nämlich auch für die spätere Rente. 

Ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst zahlen sich für die Rente aus. Denn Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zahlen für diese Zeit die Rentenversicherungsbeiträge allein. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin. Die spätere Rente erhöht sich somit, ohne dass die Versicherten selbst Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. 

Arbeitgeber melden der Rentenversicherung den Dienstbeginn und teilen die Beschäftigungszeiten sowie die Arbeitsentgelte mit. Grundlage für die Beitragshöhe sind das Taschengeld und eventuelle Sachleistungen wie Unterkunft und Verpflegung. 
Gut zu wissen: Diese Zeiten helfen auch dabei, die Mindestversicherungszeiten für Rentenansprüche zu erfüllen. Deshalb sollte der bei der Rentenversicherung geführte Versicherungsverlauf stets auf Vollständigkeit geprüft werden. Wer aber bereits das reguläre Rentenalter erreicht hat und eine volle Altersrente bezieht, ist während des Bundesfreiwilligendienstes versicherungsfrei und bekommt keine Rentenbeiträge mehr gutgeschrieben.
Bezieher einer Altersvollrente, die das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben, müssen eine jährliche Hinzuverdienstgrenze beachten. 

  Ab 2022 gilt wieder die reguläre Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro. Wird dieser Wert überschritten, werden 40 Prozent des darüber liegenden Betrages auf die Rente angerechnet.