Das Mitarbeiterteam um Leiterin Madlen Kochendörfer (Bildmitte) Foto: Kinderkrippe

Marienkäfer und Schmetterlinge haben Zuwachs bekommen: In den Anbau an die Kinderkrippe Pusteblume im Kohlstätter Hardt in der Freudenstädter Nordstadt sind die Bienenkinder eingezogen.

Freudenstadt - Bisher wurden von Krippenleiterin Madlen Kochendörfer und den sieben Erzieherinnen sowie einem Erzieher in der Marienkäfer- und der Schmetterlingsgruppe ganztägig zwischen sieben und 17 Uhr insgesamt 20 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zum dritten Geburtstag betreut. Jetzt haben weitere zehn Kinder in der "Pusteblume" Platz – in der dritten Krippengruppe im Anbau, der Bienengruppe, mit verlängerten Öffnungszeiten von sieben bis 13 Uhr.

Was für alle drei Gruppen gleichermaßen gilt: Hier werden nur Kinder aufgenommen, deren Eltern berufstätig sind, sowie Kinder von Alleinerziehenden.

Holz aus eigenem Wald

Rund 730 000 Euro hat der Anbau gekostet. Die Stadt Freudenstadt musste zu den Baukosten jedoch kaum etwas beisteuern. Denn neben einem Zuschuss aus dem Investitionsprogramm des Bundes floss auch das Vermächtnis eines Ehepaars in das Bauprojekt, das die Stadt zweckgebunden für ihre Kinderbetreuung erhalten hatte. Zudem wurde eigenes Holz verbaut – genauer gesagt Weißtanne aus einem Waldstück, das für die Erweiterung des Gewerbegebiets Sulzhau in Freudenstadt ohnehin gerodet werden musste.

Neubau fügt sich gut ein

Man muss schon genau hinsehen, um zu erkennen, wo genau an die Kinderkrippe angebaut wurde, denn der Neubau wurde optisch mit seiner Holzverschalung und den grünen Bauelementen an den Bestand angeglichen und fügt sich harmonisch ins Bild. Mit ihm wurde das Pultdach erweitert und zu einem Satteldach, das Bestandsgebäude und Neubau durch ein Lichtband aus Glas miteinander verbindet und damit viel Licht ins Innere lässt. Geheizt wird mit Pellets. Sollte aufgrund steigender Nachfrage ein weiterer Anbau erforderlich werden, so kann dieser problemlos auf der anderen Gebäudeseite der Kinderkrippe angefügt werden.

Viel Platz zum Spielen

Der Außenbereich ist noch nicht ganz fertig. Ab und an kurvt noch ein Bagger ums Gebäude – sehr zur Freude der Kinder. Denn die waren während der gesamten Bauzeit vom Fenster nicht wegzubekommen. "Das Highlight war der Bagger", sagt Madlen Kochendörfer, die mit ihrem Team und den Krippenkindern das Projekt "Baustelle" umgesetzt hat – mit einem Baustellenfenster mit direkter Sicht auf die Baumaßnahme.

Im Innern des Anbaus, mit einem direkten Zugang an das Bestandsgebäude, ist dagegen alles soweit fertig. Es gibt einen großen Mehrzweckraum, in dem die Kleinen nach Herzenslust toben und turnen können.

Bettchen für den Mittagsschlaf

Eine Sprossenwand und ein Multifunktionspodest sollen das Bewegungsangebot noch ergänzen. Im Gruppenraum stehen neben einer Spielburg eine kleine Küche und zwei Tische samt Stühlen ringsum bereit, an denen gemalt, gebastelt oder gepuzzelt werden kann. Und eine Lese-Kuschel-Ecke gibt es auch.

Der Schlafraum ist mit zehn Bettchen für den Mittagsschlaf ausgestattet. Der Sanitärbereich bietet neben kleinkindgerechten Toiletten und Waschbecken auch noch einen Wickelbereich. Dem Team steht darüber hinaus ein Lagerraum zur Verfügung.