Hochmodern und effizient: das neue Verwaltungsgebäude der Schotterwerke Gfrörer Foto: Fotos: Schotterwerk Gfrörer

Nur 14 Monate Bauzeit – und das unter den extremen Bedingungen

Nur 14 Monate Bauzeit – und das unter den extremen Bedingungen der Corona-Pandemie: Das Schotterwerk Gfrörer kann in Rekordgeschwindigkeit den hochmodernen Neubau des Verwaltungsgebäudes in Betrieb nehmen. In einem internen Festakt wird das am heutigen Freitag gefeiert.

ntensiv" seien die vergangenen 14 Monate gewesen, so beschreibt New-Generation-Team Architektin Melanie Hotz (H2 Architekten) die Arbeit für den Neubau in einem Wort. Und Tim Gfrörer hat ebenfalls ein passendes Wort parat: "Herausfordernd!" Und er fügt hinzu: "Die Intensität des Projektes hat uns einiges abverlangt. Wir haben innerhalb von 14 Monaten einen Bau gestemmt, der in der Regel zwei Jahre oder mehr benötigt."Uwe Gfrörer bereut im Rückblick nichts: "Klar haben wir hier und da Fehler gemacht. Und trotzdem haben wir im Großen und Ganzen rückwirkend betrachtet zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen."Herausgekommen ist ein hochmoderner Bau, der auch die neuesten Entwicklungen und Erfahrungen in Pandemiezeiten berücksichtigt. Uwe Gfrörer sagt dazu: "Den virtuellen Fortschritt verdanken wir gezwungenermaßen Corona. Wir mussten uns mit einem Thema auseinandersetzen, das unsere Generation bisher vielleicht teilweise gerne gemieden hat. Trotzdem wussten wir wohl alle, dass es früher oder später unumgänglich sein würde. Rückblickend hat das unser Unternehmen und das gesamte Bausegment vorangebracht." Tim Gfrörer sagt: "Die Arbeitsabläufe mussten neu überdacht und teilweise angepasst werden." Auch das stetige Wachstum des Unternehmens führte zu Planänderungen, wie Architektin Melanie Hotz beschreibt: "Wir haben während der Planungs- und Bauphase teilweise im Wochentakt Räume ergänzen, Plätze nachjustieren und Rahmenbedingungen verändern müssen. Das starke Unternehmenswachstum hat aus vier Stockwerken – mit damals ausreichend Aufstockungsplatz – fünf Stockwerke gemacht. Einzelbüros wurden zu Gruppenbüros und Sitzbereiche mussten weichen." Augenzwinkernd fügt sie hinzu: "Hätten wir dieses Wachstum vorab berücksichtigt, hätten wir keinen Cha-Cha-Cha tanzen müssen. Aber gut – wer tanzt nicht ab und an gern lateinamerikanisch." Zwei Schritte vor, einer zurück. Aber dennoch schnell am Ziel.

Tim Gfrörer ergänzt: "Mit Corona mussten wir das Tempo stetig anziehen, um schnellstmöglich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Platz zu bieten. Das Unternehmenswachstum hat auch hier eine bedeutende Rolle gespielt." Trotz Corona ging der Neubau zügig voran. Man habe zum Baubeginn mit mehr Hindernissen gerechnet, die Covid geschuldet sein könnten, bilanziert Elmar Hotz von "H2 Architekten". Außer wenigen Bauausfällen und einzelnen Liefer-schwierigkeiten waren wir kaum davon beeinträchtigt. Dass es trotzdem zwischendurch Zweifel gab, gibt Uwe Gfrörer zu: "Covid hat uns dahingehend beeinträchtigt, dass wir bei Baubeginn darüber nachgedacht haben, nur den Rohbau abzuschließen und dann das Projekt ›on hold‹ zu setzen. Wir haben uns dann aber entschieden, den Bau fertigzustellen und sind rückblickend betrachtet froh darüber."

Uwe Gfrörer lobt die Zusammenarbeit mit den beauftragten Architekten: "Wir haben unsere Architekten H2 ausgewählt und mit ihnen gemeinsam geplant und in Einzelgewerken vergeben. Es war sehr zeitintensiv, sich mit allen Themen auseinanderzusetzen. Und trotzdem können wir heute sagen, dadurch haben wir enorme Kosten einsparen können und exakt das gebaut, was wir wollten und was uns zukunftsfähig macht."

Das Design war auch ein Findungsprozess der Generationen im Hause Gfrörer. "Bauhaus" sei schließlich der entscheidende Stil geworden, wie Melanie Hotz erzählt: "D­esign gibt den Funktionen nicht nur eine Form, es hat die Fähigkeit zu überraschen, zu berühren und Freude zu bereiten. Wir wollten einen Ort erschaffen, der genau das bietet. Die Materialien, Farben und Formen haben wir an das Unternehmen Gfrörer und den Ursprung angelehnt. Beton, Stein, sandige Töne. Dabei wollten wir dem Gebäude keine Richtung geben – es war uns wichtig, dass es nicht das klassische Gebäude mit einem Vorne und Hinten wird. Wir wollten die einzelnen Bereiche und Stile vom Bauhof und Schotterwerk integrieren. Die Aussicht, die atemberaubend geworden ist, konnten wir mit viel Glas "einarbeiten", und es gelang uns."

An diesem Freitag wird nun das Gebäude feierlich in einer internen Feier eingeweiht. Festredner ist Ministerpräsident a. D. Günter Oettinger.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: