Foto: Thomas Fritsch

Keine Frage: Der Konjunktur-Motor in Deutschland ist ins Stottern geraten. Das betrifft vor allem und insbesondere die Baubranche: Die Zinsen steigen, in den Lieferketten hakt's', die hohen Energiekosten führen zu teils enormen Kostensteigerungen bei den Zulieferern von Baustoffen und den Einsatz von Baumaschinen. Doch manche Bauprojekte dulden keinen Aufschub. Und antizyklisch zu investieren gerade in Krisenzeiten und bei steigender Inflation, war schon bisher immer die beste Idee – weil man dauerhafte, echte Werte schafft. Und sich in eine Führungsposition bringt, wenn die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt.

Keine Frage: Der Konjunktur-Motor in Deutschland ist ins Stottern geraten. Das betrifft vor allem und insbesondere die Baubranche: Die Zinsen steigen, in den Lieferketten hakt's', die hohen Energiekosten führen zu teils enormen Kostensteigerungen bei den Zulieferern von Baustoffen und den Einsatz von Baumaschinen. Doch manche Bauprojekte dulden keinen Aufschub. Und antizyklisch zu investieren gerade in Krisenzeiten und bei steigender Inflation, war schon bisher immer die beste Idee – weil man dauerhafte, echte Werte schafft. Und sich in eine Führungsposition bringt, wenn die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt.

D abei war es aber noch nie so wichtig wie heute, Bauprojekte so solide, so kosteneffizient und so zuverlässig wie nur irgend möglich zu planen. Das Zauberwort, das hier eine echte Revolution in der Bauplanung darstellt: Building Information Modeling (kurz: BIM; oder zu deutsch: Bauwerksdatenmodellierung). „Jeder in der Branche benutzt diesen Begriff“, lacht Michael Müller, Bachelor of Engineering (B.Eng) und Master of Business Administration (MBA). „Doch die wenigsten wissen auch, wie man die dahinterstehenden Technologien wirklich effektiv anwendet.“ Denn nicht jeder (Planer) hat diese Affinität, sich in einer komplett virtuellen Planungswelt auf Anhieb virtuos zurechtzufinden. Und so das absolute Optimum aus den neuen Planungs-Realitäten und den dafür kreierten „virtuellen Zwilling“ seines Bauprojekts herauszuholen.

Müller selbst ist „BIM Professional“. Das heißt, er ist (von der Architekten-Kammer) zertifizierter Experte für die komplett digitale, dreidimensionale Tragwerksplanung. Seit zwei Jahren hat er sein eigenes Planungsbüro hier in Nagold – die Müller Baukonstruktionen in der Oberen Eisenbahnstraße 14. Anlaufstelle für private Häuslebauer. Aber vor allem auch für gewerbliche und industrielle Auftraggeber. Auf seiner extrem eindrucksvollen Referenzliste aus 20 Jahren Erfahrung als Bauplaner stehen zum Beispiel die (neue) Paulaner Brauerei oder auch das Fußball-Stadion in der katarischen Hauptstadt Doha. Was ihn aber wirklich stolz macht: „Unsere Pilotkunden seit dem Start unseres Planungsbüros sind auch sofort Stammkunden geworden!“ Die Zuverlässigkeit, die Termin- und vor allem Kostentreue von Müller Baukonstruktionen hätten auf Anhieb überzeugen können. Sein Planungsteam ist dabei mittlerweile bereits auf vier Köpfe angewachsen; darunter auch „ein Azubi“, der im Rahmen seines Dualen Studiums seine Praxiszeit bei Müller Baukonstruktionen absolviert. Wobei das gesamte Team – nebst bei Bedarf weiterer Planungs-Partner – „komplett virtuell“ zusammenarbeitet und dabei tatsächlich „über ganz Deutschland“ verteilt ist. So sehen moderne Arbeitswelten aus. Was nicht nur den Start des Planungsbüros mitten in der Corona-Krise natürlich „enorm erleichtert“ habe: „Auch unsere Kunden ziehen es mittlerweile längst vor, statt aufwendiger, persönlicher Meetings und Planungs-Besprechungen lieber – auch mal sehr kurzfristig – eine Videokonferenz anzusetzen, um wichtige Planungsdetails zu besprechen oder Prozessabstimmungen vorzunehmen.“

Auch das reduziert Planungskosten und steigert die Effizienz in der Zusammenarbeit ganz erheblich. Wobei die (Tragwerks-)Planung heute längst nicht mehr mit dem Start der eigentlichen Baustelle aufhört. „Moderne Bauplanung hat immer den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in Blick“, erläutert Michael Müller. Das schließe auch das Facility Management während des Betriebs des Gebäudes in den kommenden Jahrzehnten mit ein – wie auch den irgendwann sicher notwendigen Abriss und die Entsorgung, besser noch das Recycling der eingesetzten Baumaterial ganz am Ende seines Lebenszyklus'. „Und immer ist das von Anfang an verwendete BIM-Modell Grundlage aller Planungs- und Lebensabschnitte eines solchen Bauwerks.“ Weshalb der Bauherr zum Baustart stets den kompletten „digitalen Zwilling“ seines Gebäudes für die weitere Verwaltung seiner Liegenschaft übergeben bekommt. Bei soviel Erfolg, solchen Referenzen und solide erworbenen Alleinstellungsmerkmalen – welche Wünsche hat man da noch als Bauplaner? Michael Müllers Anwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Ich habe die spannendsten Projekte weltweit realisiert – toll wäre es natürlich, solch eine aussergewöhnliche Chance auch einmal hier in Nagold, in meiner Heimat zu bekommen. Um auch mal hier vor Ort zu beweisen, was wir alles können!“

Autor: Axel H. Kunert Fotos: Thomas Fritsch