Oberzunftmeister IFranz Kern Foto: Schwarzwälder Bote

Als Oberzunftmeister der Freien Narrenvereinigung Waldgau will ich noch ein paar

Als Oberzunftmeister der Freien Narrenvereinigung Waldgau will ich noch ein paar Worte zu Euch Narren sagen. An den diesjährigen närrischen Tagen, hat uns Corona doch schwer im Griff, weshalb es dieses Jahr auch keine richtige Fasnet gibt. Ausfallen müssen unsere Veranstaltungen fast alle, ob im Wirtshaus oder in der Halle. Nicht einmal der Elferrat darf sich sehn, um zusammen auf die Gass zu gehn. Natürlich darf man das Narrenkleid auch anziehn, man kann ja damit spazieren gehn.

Stellet Euch des amal vor, beim spaziera gau kommt an Schantle daher dapped, und last dich nach einer Wurst schnappa. Noch schnell wirft er dir a Orange hinterdrei, denn da Sicherheitsabstand muss ja sei. Und grad so wär a Stückle neue Fasnet erfunda, eins für uns närrische Lumpa.

Ausgerechnet dieses Jahr feiert da Waldgau 40 Jahr, ob des Fest muss ausfallen ist noch nicht ganz klar. Beim zehnten Geburtstag vom Waldgau gings schon los, da Golfkrieg war 1991, die Fasnet ging in die Hos’. Die Fasnet wurde damals abgsagt im ganza Land, drum ist auch da Golfkrieg jedem Narr bekannt. Damals wurden große Töne gesprochen, a Fasnet wird nie mehr abgebrochen.

Doch 30 Jahr später ist es wieder soweit, die Fasnet mit Narrentreffen und Umzügen ist rom, ihr Leit. Aber verboten wie 1991 ist die Fasnet ja net, wa dät mer au macha wenn mers Internet net het. So kann mer Grußworte an Euch richta, oder von Veranstaltungen der letzten Jahre berichta. Aber es kann auch von diesem Jahr sei, alles stellt mer gschwend ins Internet nei.

So ka mer vom Abstauba oder Fahna ufzieha berichta, und auch noch a paar Wörtle dazu dichta. Auch a Stückle vom Bürger- oder Zunftball der vergangenen Jahre, schaut man sich im Internet an in großen Scharen. In großen Scharen darf man natürlich zu Hause net sein, wir halten ganz einfach die Richtlinien ein.

An richtiga Einfall für die Fasnet wird vom Waldgau jeder haba, so muss man sich dieser Tage zu Haus halt am närrischa laba. So feiern wir zu Haus mit der Familie in der Stub, wems zu langweilig wird sieht an Fasnetsfilm an auf Youtube. Ich hoff, dass es bald wird wie es war, und freue mich aufs Ringtreffen in Dornhan im nächsten Jahr.

Wir hoffen ja fest, dass es 2022 wieder a richtige Fasnet geit, denn nomal so, des wär zu viel für uns Narraleit. So grüße ich meine Ringzünfte mit ihrem Narrenruf: Die Winzeler Narren mit ma Raiche – lige, die Fluorner Narren mit ma Klein – Bayern, die Aichhalder Narren mit ma Saublitz – Hall, die Alpirsbacher Narren mit ma Narri – Narro, die Leinstetter Narren mit ma Bären – Treiber, die Glatter Narren mit ma Habermarken – Stupfer, die Bettenhausener Narren mit ma Bettenhausener – Schnecken, die Dornhaner Narren mit ma Dornhaner – Lauser, die Beffendorfer Narren mit ma Hagen – Henker – und für die Patenzunft: die Bösinger Narren mit ma Speck –­ Mockel. Und alle anderen Narren grüße ich mit einem Narri – Narro.

Zum Schluss noch mal an alle: Bleibed gsund und munter, und leered trotz Corona a Bier und a Weinle runter, und hoppsed in da Stuba rom, bis da Aschermittwoch kommt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: