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Anzeige Von Anfang an mit viel Elan

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Der Gewerbeverein Aichhalden-Rötenberg in derzeitiger Besetzung mit Vorsitzendem Hans Wössner (von links), Julian Roth, Ralf Herzog, Michael Oehler, Annegret Roth, Gernot Flörchinger, Uwe Müller, Andy Hess, Uli Böttger und Gerhard Fehrenbach  Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote
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Der Gewerbeverein Aichhalden-Rötenberg in derzeitiger Besetzung mit Vorsitzendem Hans Wössner (von links), Julian Roth, Ralf Herzog, Michael Oehler, Annegret Roth, Gernot Flörchinger, Uwe Müller, Andy Hess, Uli Böttger und Gerhard Fehrenbach Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

(lh). Der Gewerbeverein Aichhalden-Rötenberg kann im November auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. In diesen vier Jahrzehnt ist er enorm gewachsen und zählt derzeit 63 Mitglieder.

Die Gründung des Vereins kann gut und gerne mit dem Titel eines Lieds von Schlagersängerin Mary Roos verglichen werden, wonach am Anfang der besten Geschichten immer eine Schnapsidee oder ein bescheuerter Plan steht.

Es war im Frühjahr 1979, als sich der Banker Herr Diebold, Architekt Rainer Rauch und Zimmerer-Meister Anselm-Oskar Herzog beim Frühschoppen über das Handwerk, Bauen und Werbung unterhielten. Sie waren sich über Vorteil schnell einig, wenn die Interessen gebündelt und gemeinsam vertreten werden.

Im Juni des selben Jahres luden Diebold und Rauch die Gewerbetreibenden von Aichhalden und Rötenberg ins Gasthaus Adler in Aichhalden ein. Das Interesse war äußerst groß. Da jedoch erst vor wenigen Jahren die Eingemeindung von Rötenberg nach Aichhalden stattgefunden hatte, war es aufgrund von bestehenden Vorurteilen nicht ganz einfach, die Ansichten unter einen Hut zu bekommen. Dennoch beschlossen die Versammelten unter der Prämisse, dass der Vorsitzende eine neutrale Person ist, einen Gewerbeverein zu gründen.

So wurde der Apotheker Egomar Musick erster Vereins-Chef des am 17. November 1979 unter der Leitung von Karl Kieninger gegründeten Gewerbevereins Aichhalden-Rötenberg mit 27 Gründungsmitgliedern. Die erste Generalversammlung fand am 31. Januar 1980 statt, bei der Anselm-Oskar Herzog die Veranstaltung einer ersten Gewerbeschau anregte.

Herzog war es auch, der den "Ausbildungsoscar" für besonders gute Lehrlinge einführte. Wie groß der Elan des Vereins schon in der Anfangszeit war, zeigen die von ihm initiierten Aktivitäten, die bis heute Bestand haben. Beispielhaft sei hier die Weihnachtsbeleuchtung genannt, die jedes Jahr für eine besondere Atmosphäre in der Gemeinde sorgt. Auch die Ski-Langlauf-Loipe geht auf die Initiative des Gewerbevereins zurück. Ob Handwerker-Ball oder Stammtische, es wurden immer wieder neue Ideen geboren und umgesetzt. So das Sommerfest und die Weihnachts-Sterntaler.

Ab 1986 wurden zur Festigung der Kameradschaft regelmäßig Ausflüge unternommen. 1997 übernahm Hans-Peter Storz den Vereinsvorsitz von Roland Trost, der 1996 Herzog beerbte, der wiederum 1986 Musick abgelöst hatte. Storz kreierte das Leitmotto "Anders und besser als andere". 1998 wurde der Jahreskrug ins Leben gerufen, der allen Ehrenmitgliedern und Jungmeistern überreicht wurde.

Einen weiteren Glanzpunkt und Meilenstein in seiner Geschichte setzte der Gewerbeverein 2002 mit der Gewerbeschau unter dem Motto "Tag des offenen Dorfes". Sie brachte einen überwältigenden Erfolg, wie auch die folgenden Leistungsschauen, die alle drei bis vier Jahre stattfanden.

2005 wurde das 25-jährige Bestehen etwas verspätet mit einem Festakt gefeiert. Die jährlichen Abschlussfeiern erfreuten sich ebenfalls stets großer Beliebtheit. 2009 wird in Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen das Projekt "Gewerbe im Schülerfokus" auf den Weg gebracht, das bei der Gewerbeschau 2013 eine Fortsetzung erfuhr.

Den bislang letzten Wechsel in der Vereinsführung gab es bei der Hauptversammlung 2012, als Stellvertreter Hans Wössner den gesundheitlich angeschlagenen Hans-Peter Storz ablöste, aber dessen Leitmotto beibehielt. 2016 wurde die Bildungspartnerschaft mit der Grund- und Werkrealschule Aichhalden in Kooperation mit der Handwerkskammer Konstanz geschlossen.

Mit dem Pilotprojekt "Schaffe, schaffe, Häusle baue" gewannen die Akteure den hervorragende zweite Platz des von der Würth-Stiftung ausgelobten Bildungspreises. Die letzte Gewerbeschau wurde vor knapp einem Jahr mit völlig neuem Konzept veranstaltet. Unter dem Motto "Schau rein" zeigten 20 Firmen aus Handwerk, Gewerbe und Dienstleiter direkt an ihren Standorten ihr breites Leistungsspektrum. Das Wagnis lohnte sich, zahlreiche Besucher nutzten dieses Angebot.

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