Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Anzeige Vom Keller bis zum Dach – alles aus einer Hand

Von
Geschäftsführer Hans-Rudolf Graf (Dritter von links) und seine Führungskräfte im JubiläumsjahrFoto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote
Sonderthemen_SB
Geschäftsführer Hans-Rudolf Graf (Dritter von links) und seine Führungskräfte im JubiläumsjahrFoto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Doppelten Grund zum Feiern gibt es in diesen Tagen beim Nagolder Bauzentrum Graf. Vor 70 Jahren ist das Unternehmen in den Baustoffhandel eingestiegen – und vor 40 Jahren öffnete der Graf Baumarkt in der Calwer Straße seine Pforten.

D

as 1911 gegründete Unternehmen im Nagoldtal ist ein Stück gelebte Tradition, und es hat mit Sägewerk, Baustoffhandel und Betonwerk zwei Weltkriege und zwei Wirtschaftskrisen überlebt, aber ebenso Strukturwandel und Nachfolge bewältigt. Doch zeigt sich die Firma Graf auch in der aktuellen Corona-Krise robust aufgestellt. "Wir haben die Pandemie bisher mit Glück und durch die Umsicht unserer Mitarbeiter gut überstanden", macht Geschäftsführer Hans-Rudolf Graf deutlich. So konnten alle Baustellen ohne Einschränkungen weiter beliefert werden.

Erste Betonbrücke über die Nagold wird gebaut

Nicht ohne Stolz stellt der Geschäftsführer in seiner Rückschau fest, dass das Unternehmen seit 1911 auf eigenem Grund ansässig ist. In diesen 109 Jahren wurden nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen und erhebliche Beträge an Gewerbesteuer in den Stadtsäckel entrichtet. Wie Hans-Rudolf Graf in Erinnerung ruft, war man der Stadt Nagold durch Geländeabtretungen zur Korrektur der Nagold behilflich – quasi als Voraussetzung für eine hochwasserfreie Innenstadt. Ebenso baute der Firmengründer Rudolf Graf in den Jahren 1921 bis 1926 auf eigene Rechnung die erste Betonbrücke über die Nagold. Erreicht wurde dadurch die komfortable Nutzung der gegenüberliegenden Flurstücke und später auch die gute Erreichbarkeit des Bauhofs.

Ein Novum bildet daneben das 1963 eröffnete erste Transportbetonwerk in der Region, das bis heute eine Ausnahmekonstruktion darstellt. Zudem war man nach dem Bau des Transportbetonwerks in der Lage, vom Fundament bis zum Dach alles für den Hausbau zu liefern. Mit dem Betonwerk am Stadteingang, das die einmalige topografische Lage nutzt, um ohne zusätzliche Energie und nur mit Hilfe der Gravitation die schweren Zuschlagsstoffe zur Betonproduktion in die Mischtrommel zu befördern, wurde ein einmaliges Beispiel für Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Produktionstechnik geschaffen.

1950 hatte Hans Graf Senior mit dem Baustoffhandel begonnen, wobei die Idee dazu entstanden war, weil regelmäßig Holz in das Rhein-Main-Gebiet transportiert wurde. Um auf dem Rückweg Leerfahrten zu vermeiden und die Fahrzeuge optimal auszulasten, stieg man in den Baustoffhandel ein – und fortan wurden auf dem Rückweg Baustoffe wie Kies, Sand, Bimssteine und Zement nach Nagold gefahren. Noch in den 50er-Jahren erfolgten viele Transporte mit einem Holzvergaser-Lastwagen.

Dem Holzhandel immer treu geblieben

Treu geblieben ist man beim Bauzentrum Graf auch nach über 100 Jahren dem Holzhandel. Zwar wurde mit Blick auf einen anhaltenden Strukturwandel die Eigenproduktion aufgegeben, doch handelt das Unternehmen heute mit der in Jahrzehnten gewachsenen Fachkompetenz Konstruktionsvollholz und Bauholz aus der regionalen Forstwirtschaft.

"Mit Transportbetonwerk, Holzhandel, Baustoffhandel und leistungsfähigem Fuhrpark können wir heute einen starken Lieferservice anbieten und alle Bauvorhaben vor Ort unterstützen – regional und überregional", unterstreicht der Geschäftsführer. Vom Keller bis zum Dach – alles aus einer Hand.

Top 5