Der neue Co-Trainer Violand Kerellaj Foto: Verein

Nach Platz fünf in der Vorsaison peilt der Verbandsligist SC Lahr auch in diesem Jahr einen Platz im vorderen Drittel an. Viel wichtiger als die Platzierung ist dem neuen Cheftrainer Domenico Bologna jedoch eine "saubere und konstante" Leistung.

Es war das Ende einer Ära. Nach sieben Jahren trennten sich der SC Lahr und Trainer Oliver Dewes zum Ende der abgelaufenen Saison. Neuer Chefcoach ist Domenico Bologna, zuletzt Co-Trainer unter Dewes und in der hiesigen Fußballszene kein Unbekannter. Die Verbandsliga als Verantwortlicher an der Seitenlinie ist für Bologna jedoch Neuland. "Es ist keinen Tick einfacher, als ich es mir vorgestellt habe", sagt er mit Blick auf die zurückliegenden Wochen der Saisonvorbereitung. "Das ist schon eine anstrengende Zeit", sagt Bologna. Kaum ein Tag war frei, er war oft mit seinem Team auf dem Platz.

Was er dort gesehen hat, hat ihm bislang gut gefallen. "Die Jungs machen es ordentlich, es sind gute Ansätze zu erkennen", findet der neue Sportclub-Trainer. Unterstützt wird er von Violand Kerrelaj, der seit dem Sommer als spielender Co-Trainer fungiert. "Bisher harmoniert es sehr gut", findet Bologna. Kerrelaj habe "wahnsinnig viel Erfahrung" und könne ihn daher sehr gut beraten, lobt Bologna seinen Co-Trainer.

Neuzugänge machen einen guten Eindruck

Die beiden hatten und haben die durchaus anspruchsvolle Aufgabe, den neuen Kader fit für die Runde zu machen. Denn personell hat sich das ein oder andere getan. Mit Hakan Ilhan (SV Linx), Marin Stefotic (Oberachern) Yannic Priéto (OFV) und Yasin Ilhan (Spielertrainer SC Kappel) haben wichtige Spieler den SC verlassen. Doch auch in diesem Jahr ist es Sportchef Petro Müller gelungen, namhafte Neuzugänge an die Dammenmühle zu lotsen.

Konstantin Fries, der vor drei Jahren vom SCL zum Oberligisten Freiburger FC wechselte und der nun zurückkehrt, ist dabei ohne Frage der Königstransfer der Lahrer. Mit seiner Dynamik und Abschlussstärke wird er die Offensive beleben. Zudem kam mit Adriano Spoth vom FFC ein zweiter Oberliga-erfahrener Spieler, den Müller als "echten Mittelstürmer" bezeichnet.

Neu sind außerdem Jannis Kalt (FV Sulz), Dennis Metzger (FC Teningen), Lukas Schätzle (FV Schutterwald) und Rückkehrer Dennis Häußermann (Kehler FV). Alle Neuzugänge machen einen "positiven Eindruck", findet Müller. Ein Rückschlag ist dagegen die Tatsache, das Gabriel Gallus zu Saisonstart wohl noch nicht fit sein wird. Er musste sich zuletzt noch einmal einem kleinen Eingriff unterziehen.

Doch auch ohne ihn ist der SC Lahr durchaus schlagkräftig. Das wissen auch die Verantwortlichen, durch die Neuverpflichtungen hat man in der Liga durchaus Aufmerksamkeit auf sich gezogen. "Wir haben einen richtig guten Kader", ist Müller überzeugt. Aber: "Die Wahrheit liegt auf dem Platz." Doch mit den Abstiegsrängen will der Vorjahresfünfte in dieser Saison nichts zu tun haben. "Wir wollen mindestens den selben Platz erreichen wie in der vergangenen Saison. Dazu sollten wir uns am besten gleich oben festsetzen", so Müller.

Soll heißen: Ein Fehlstart, wie er beim Sportclub in der Vergangenheit schon fast Tradition hatte, soll vermieden werden. "Da muss der volle Fokus drauf liegen, dass so etwas nicht passiert", weiß auch Bologna, der kein tabellarisches Ziel ausgegeben hat. "Wichtiger ist, dass wir das maximale Potenzial ausschöpfen und eine gute, saubere und konstante Leistung zeigen", sagt der Trainer, der sich auf den Saisonstart freut. Bevor am ersten Augustwochenende der Ball in der Verbandsliga wieder rollt, steht noch die erste Pokalrunde an. Am Mittwoch, 27. Juli, präsentiert der Verbandsligist zudem um 18 Uhr seinen Kader, um 19 Uhr startet dann im Stadion an der Dammenmühle das Testspiel gegen den Bahlinger SC.

Der Gesamtkader

Tor: Jona Leptig, Lion Wellnitz, Sinan Cakir, Tobias Eismann, Bojan Martic

Abwehr: Andreas Bürkle, Markus Depner, Clarence Egbe, Felix Florath, Gregor Lebfromm, Simon Lehmann, Maurizio Moog, Tim Reiß, Thomas Vogel, Marcel Weißmüller, Simon Zehnle, Sören Zehnle.

Mittelfeld: Jannis Kalt, Azda Celik, Stevo Dukanovic, Tim Eichhorn, Konstantin Fries, Gabriel Gallus, Dennis Häußermann, Mick Keita, Violand Kerellaj, Micha Leptig, Luis Lienhard, Florian Mayer, Lukas Mayer, Daniel Monga, Gerrit Müller, Marvin Ohnemus, Leonard Reiß, Luca Rupps, Cagkan Saki, Lukas Schätzle, Johannes Wirth

Sturm: Edgar Andreu, Ousman Bojang, Moreno Bologna, Roman Bulgakov, Davide Di Benedetto, Dennis Metzger, Motasem Hammad, Max Rogge, Nando Schoner, Adriano Spoth, Nico Zähringer

Trainer: Domenico Bologna und Violand Kerellaj (Co)