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Anzeige Runder Geburtstag wird kräftig gefeiert

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Die Hagen-Henker feiern  einen runden Geburtstag. Fotos: Wagner Foto: Schwarzwälder Bote
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Die Hagen-Henker feiern einen runden Geburtstag. Fotos: Wagner Foto: Schwarzwälder Bote

"Ja Beffendorf isch weltbekannt, es liegt im schöna Schwobaland. Ja, ja des weiß doch jeder, drum sind wir d’Hagaheker", hallt es seit nunmehr fünf Jahrzehnten an der Fasnet durch die Gassen Beffendorfs, und Jung und Alt kennen den Refrain des Narrenmarsches in und auswendig.

Ihren 50. Geburtstag feiert die Hagen-Henker-Zunft Beffendorf am kommenden Wochenende vom Freitag bis Sonntag. Und was liegt da näher, als es mit dem 20. Ringtreffen der Freien Narrenvereinigung Waldgau, der man seit 1981 als Gründungsmitglied angehört, zu verbinden.

Die Geschichte der Beffendorfer Fasnet geht allerdings viel weiter zurück. Bereits 1935 gab es einen Elferrat um den Präsidenten Wendelin Haaga. Der Versuch eine Narrenzunft zu gründen scheiterte allerdings am Zweiten Weltkrieg während dessen Dauer man verständlicherweise keine Gedanken mehr an die Fasnet verschwenden konnte.

Nach dem Krieg wurde ein weiterer Versuch gestartet, aber auch diese Aktivitäten schliefen bald wieder ein. Erst 1969 ergriff Albert Haaga die Initiative und am 11.11.1969 wurde zum ersten Mal mit dem Abstauben in der "Traube" die Fasnet eröffnet. 1971 schließlich startete man mit einem Fackelumzug, dessen Erfolgsgeschichte bis heute anhält, in die Fasnetssaison. 1987 lud der damalige Ministerpräsident Lothar Späth den Waldgauring sogar zum närrischen Staatsempfang ein –­ da waren selbstverständlich auch die Hagen-Henker dabei.

Zum 50. Geburtstag präsentiert sich die Hagen-Henker- Zunft mit ihrem Präsidenten Franz Kern als beliebte und zuverlässige Zunft im Waldgau, die aus der Fasnet in der Region nicht mehr wegzudenken ist. 477 Mitglieder zählt man zwischenzeitlich, hat mit dem Farrenstall ein tolles Vereinsheim, und der Fackelumzug, der traditionell am ersten Wochenende nach dem Dreikönigstag stattfindet, ist zu einer festen und von Narren und Zuschauern überaus gut besuchten Institution geworden.

Wie schon der Name andeutet ist der Hagen die herausragende Figur der Beffendorfer Fasnet und die Geschichte um die "Hagen-Henker" ist hinlänglich bekannt. Aber auch der "Schantle" und der "Hansel" sind beliebte Narrenkleider, die während der Fasnet zahlreich auf den Straßen und den Sälen in Beffendorf zu finden sind. Während der Hansel die Zuschauer mit den begehrten "Hagenringen" beschenkt, sind auch die Orangen und Schwarzwürste der Schantle überaus geschätzt und werden nach dem Aufsagen der Narrensprüche gerne entgegengenommen.

Auch die Narrenvereinigung Waldgau hat Grund um zu feiern, denn dieses Jahr findet bereits das 20. Ringtreffen statt. Ein guter Grund, um zusammen mit den Hagen-Henkern zu begehen.

Die Narrenvereinigung Waldgau wurde bereits am 11. Januar 1981 im Gasthaus Krone in Dornhan gegründet. Zu den Gründungszünften gehörten damals neben den Hagen-Henkern aus Beffendorf auch die Narrenzünfte Aichhalden, Dornhan, Fluorn, Winzeln und die Narrengilde Glatt.

Im Gründungsjahr kam noch die Zunft aus Alpirsbach dazu, im Jahr 1982 die Narrenzunft Leinstetten und 2001 komplettierte die Zunft aus Bettenhausen den derzeitigen Mitgliederstand.

Der Name "Waldgau", den sich die Vereinigung gegeben hat, stammt zum einen vom althochdeutschen Wort "goew" (Gau) ab und bezeichnet zum anderen das waldreiche Landschaftsbild in dem alle Mitglieder zuhause sind.

Die Narrenvereinigung Waldgau hat sich bei ihrer Gründung zum Ziel gesetzt, die Fasnetsbräuche in der Raumschaft Waldgau zu erhalten, weiterzuführen und zu wahren.

Dieses Ziel hat man bisher erreicht, und man will auch in Zukunft die angeschlossenen Zünfte und Gilden stärken und Erfahrungen untereinander austauschen.