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Hilfe und Pflege Persönliche Vorlieben berücksichtigen

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Bei der Wahl des Heims sollte auch darauf geachtet werden, dass es für Besucher gut zu erreichen ist. Foto: Birgit Malchow/be.p Foto: Schwarzwälder Bote
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Bei der Wahl des Heims sollte auch darauf geachtet werden, dass es für Besucher gut zu erreichen ist. Foto: Birgit Malchow/be.p Foto: Schwarzwälder Bote

Können Angehörige nicht oder nicht mehr zu Hause betreut werden, muss ein Pflegeheim gefunden werden. Häufig geschieht das unter Zeitdruck. Daher ist es gut, bereits vorsorglich über Wünsche und Vorstellungen zu sprechen.

Soll es ein Heim in der vertrauten Umgebung sein? Oder käme ein Umzug an den Wohnort der Familie infrage? Besteht eine Erkrankung, die eine spezielle Behandlung erfordert? Was ist wichtig für das Wohlbefinden: spazieren gehen, Skat spielen, lange schlafen? "Weiß man darüber Bescheid, erleichtert das die Entscheidungen, wenn nach einem Akutereignis – zum Beispiel einem Sturz oder einem Schlaganfall – tatsächlich schnell ein Heim gefunden werden muss", fasst Jana Wessel von der bundesweiten Compass-Pflegeberatung zusammen.

Von der Pflegeberatung oder vom Pflegestützpunkt gibt es Adressen der Einrichtungen in der jeweiligen Umgebung. Deren Online-Auftritte können ein erster Anhaltspunkt sein. Auch unter der kostenfreien Hotline der Compass-Pflegeberatung 0800/1 01 88 00 erhalten gesetzlich wie privat Versicherte erste Auskünfte.

Checklisten aus dem Internet oder von den Pflegeberatern der gesetzlichen und privaten Versicherung helfen dabei, sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden und nichts Wichtiges zu übersehen. Beispielsweise: ist das Heim für Familie und Freunde gut erreichbar? Ist es rollstuhlgerecht eingerichtet? Kann man Möbel oder Haustiere mitbringen? Gibt es feste Ansprechpartner für Familienangehörige? Kann der Bewohner auch nach einer Veränderung seines Pflegebedarfs in diesem Heim bleiben? Hat er freie Arztwahl? Welche Therapieangebote gibt es? Sind Café, Friseur, Hobby- und Sporträume sowie Freizeitangebote vorhanden? Was steht auf dem Speiseplan? Wie hoch sind die monatlichen Kosten? Doch nichts geht über den persönlichen Eindruck. Im Idealfall besucht man gemeinsam mit dem Angehörigen die ausgewählten Heime. Man kann vor Ort erleben, wie die Atmosphäre ist, ob ein freundlicher, respektvoller Umgangston herrscht und wie die Bewohner wirken. Wenn man sich vorstellen kann, hier zu leben und sich wohl zu fühlen, gibt es unter Umständen die Gelegenheit zum Probewohnen. So kann man testen, ob die Pflege funktioniert, auf Hygiene geachtet wird oder ob das Essen schmeckt. Doch nicht überall gibt es diese Möglichkeit. Ist man eingezogen und stellt fest, dass das Heim doch nicht die richtige Wahl war, erlaubt es der Gesetzgeber, nach spätestens 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu kündigen.