Viele Dinge, wie der Anbau an die Schule, wäre ohne die Gewerbesteuereinnahmen nicht möglich gewesen. Foto: Bantle

Sehr stolz zeigt sich Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg immer wieder auf die heimischen Unternehmer, Handwerker und Dienstleister.

Niedereschach - Bemängelt wird von ihm, dass deren Leistung, Fleiß und Unterstützung für die Allgemeinheit von manchen Bürgerinnen und Bürgern nicht genug wertgeschätzt werde.

Dabei geht es dem Schultes nicht nur um die Gewerbesteuer, die es der Gemeinde ermöglicht, sich Dinge zu leisten, die ohne diese Steuer gar nicht möglich ist.

Als ein Beispiel nennt der Schultes dabei die Millioneninvestitionen in die Sanierung und Erweiterung der Niedereschacher Schule sowie in die hochwertige Ausstattung der dortigen Fach- und Klassenräume.

Auch dass sich die Gemeinde in schwierigen Zeiten, die im Zeichen der Energiekrise stehen, ein Lehrschwimmbecken leisten kann, in dem wegen der Nutzung von Fernwärme aus der mit Holzhackschnitzeln betriebenen Heizzentrale der Bürgerenergie Niedereschach (BEN) sowie der Nutzung der Abwärme von Gerhard Herbst, Markus Stern und Klaus Vosseler von der von Energieerzeuger-Biogas GbR betriebenen Biogasanlage nicht einmal, wie andernorts üblich, die Wassertemperatur abgesenkt werden muss, sei keine Selbstverständlichkeit. Für Ragg sind dies alles nur Beispiele dafür, wie innovativ in Niedereschach viele Menschen, Unternehmer, Handwerker und Dienstleister unterwegs sind.

Großzügige Spenden für den Sozialfonds

Hoch rechnet der Bürgermeister den heimischen Unternehmern auch an, dass es aus deren Reihen immer wieder und meist um die Jahreswende herum, großzügige Spenden für den Sozialfonds der Gemeinde gibt. Mit diesem Geld kann die Gemeinde sozial schwachen Menschen und Familien finanziell unbürokratisch unter die Arme greifen.

Unterstützung für Sozialfond

Diese Spendenbereitschaft zeige, wie sehr die heimischen Betriebe mit der Gemeinde und ihren Bürgern verbunden sind. Dass alles sei keine Selbstverständlichkeit, ebenso wenig wie die zahlreichen Arbeitsplätze vor Ort. Sie ermöglichen es, dass viele Niedereschacher nicht zu auswärtigen Arbeitsplätzen pendeln müssen. Die Betriebe wiederum profitieren von der guten Schulbildung. So kann man an der Gemeinschaftsschule Eschach-Neckar seit einigen Jahren sogar den regulären Realschulschulabschluss erlangen. Qualifizierte Schüler tragen dazu bei, den schon jetzt gravierenden Facharbeitermangel nach erfolgter Ausbildung zu mindern.

Firmen spülen viel Geld in Gemeindekasse

Dass die heimischen Betriebe jungen Menschen viele Ausbildungsplätze bieten, erwähnt Ragg nur am Rande. Dass die heimischen Betriebe in der Breite sehr gut aufgestellt sind, bezeichnet das Gemeindeoberhaupt als weiteres Markenzeichen der Niedereschacher Gewerbetreibenden.

Dies spiegele sich ganz aktuell auch bei den Gewerbesteuereinnahmen wider. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage, die geprägt ist von Energie- und Lieferproblemen zeichnet sich in Niedereschach für das laufende Jahr 2022 eine Rekordeinnahme bei der Gewerbesteuer ab.