Der FSV Altdorf startet nach elf Jahren Landesliga diese Saison eine Klasse tiefer. Quelle: Unbekannt

Nach dem Abstieg in der Vorsaison startet der FSV Altdorf in der eher unbekannten Bezirksliga.

Nach elfjähriger Zugehörigkeit zur Landesliga musste der FSV Altdorf vergangene Saison absteigen. Die Bezirksliga ist für die Mannschaft Neuland. Nur das Trainergespann Reiner Heitz und Dirk Wagner bringt Bezirksligaerfahrung aus ihrer gemeinsamen Sulzer Zeit mit.

Der unvermeidbare Abstieg wurde mittlerweile akzeptiert und als Chance zur Neuorientierung erkannt, der Kader bleibt im Wesentlichen zusammen. "Dies spricht für die gute Kameradschaft unter den Spielern", so Sportvorstand Felix Pietrock. Viele Nachbarschaftsduelle geben der neuen Liga ihren besonderen Reiz. Allerdings findet wegen des Aufstiegs des SV Rust in die Landesliga die "Mutter aller Derbys" nicht statt. Der erste Derbyknaller wartet aber bereits zum Saisonauftakt in Sulz auf den FSV.

Der Trainingsauftakt Anfang Juli verlief aus Trainersicht holprig. Die Wettkampfpause nach dem Saisonende war kurz und aus unterschiedlichen Gründen war für manche Spieler eine regelmäßige Trainingsteilnahme nicht machbar. "Schade, gerade in den ersten Wochen werden die körperlichen Grundlagen gelegt", sagt Heitz. Entsprechend waren auch die Leistungen in den ersten Testspielen nicht gut. Mittlerweile hat sich die Teilnahme stabilisiert und auch fußballerisch war in den Testspielen eine Steigerung erkennbar. Feststellbar ist allerdings, dass die Effektivität im Offensivspiel nach wie vor suboptimal ist.

Einen technisch guten Eindruck hinterlassen die Neuzugänge Gian Luca Architravo und Yann Bibian. Beide haben einen guten linken Fuß und können der Elf in der Kreativzone helfen. Allerdings hatten beide auch ein Jahr Fußballpause und müssen sich körperlich noch stabilisieren. Auch die Nachwuchsspieler Rick Kampfmann und Hannes Späth zeigen gute Ansätze und können m Laufe der Saison auch in der Bezirksliga eine Rolle spielen. Zudem konnte mit der Verpflichtung von Kolja Friesen eine Torwartlücke geschlossen werden.

Heitz ist froh, dass bis zum Auftakt Mitte August noch ein paar Einheiten zu absolvieren sind. "Defensiv sind wir in zu einigen Spielphasen noch unkonzentriert und müssen stabiler werden. Offensiv haben wir zwar Chancen – die Sicherheit beim Torabschluss fehlt jedoch noch", so der Trainer. Offensiv stehen auch noch die meisten Fragezeichen. Florian Karl befindet sich nach Kreuzbandriss noch in der Rekonvaleszenz. Maximilian Junele fällt nach einem Verkehrsunfall im Ausland vermutlich noch länger aus. Dominik Schmider befindet sich nach längerer Verletzungszeit wieder im Training – soll aber behutsam herangeführt werden.

Pietrock ist im Ausblick vorsichtig optimistisch: "Mit der Bezirksliga betreten wir Neuland. Wir haben aber großen Respekt. Nach unserer Einschätzung kommen die Teams wie wir über den Kampf und haben aber auch durchweg Qualitäten im Spiel mit dem Ball", sagt er. Der Mittelspieler hofft auf einen guten Start und in der Endabrechnung auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte.

Tor: Dennis Fietzeck, Kolja Friesen, Hannes Oswald

Abwehr: David Brinkmann, Philipp Herzog, Moritz Oßfeld, David Schacht, Marius Haas, Christoph Oswald, Bastian Oswald, Daniel Jäger, Fabian Beckmann, Leon Müller, Felix Reichmann, Louis Hunn, Michael Oswald, Nicolas Dittrich, Philipp Rietsche, Philippe Bodechon, Michael Schwarz, Ruben Schacht

Mittelfeld: Felix Pietrock, Jonas Mösch, Lucas Hunn, Fabian Schwendemann, Mike Mösch, Daniel Oswald, David Elli, Andrin Heitz, Maurice Heitz, Manuel Ost, Rick Kampfmann, Hannes Späth, Gian Luca Architravo, Yann Biban

Sturm: Florian Karl, Karl Metzger, Dominik Schmider, Ruven Hunn, Julian Zeller, Kevin Kremer, Marcus Obert, Maximilian Junele, Wladimir Sobnin, Sebastian Metzger, Bastian Utz, Ricardo Leonett von Wachter