Timo Großmann hat mit seinem Holzbau-Großmann-Team in rund anderthalb Jahren eine hochmoderne Werkhalle samt Büros und Sozialräumen gebaut.
Timo Großmann hat allen Grund, stolz zu sein. Der Höfener Zimmermannsmeister hat seinen Betrieb mit dem Neubau einer Halle in den vergangenen anderthalb Jahren fit für die Zukunft gemacht. Außerdem hat er sich und seinen aktuell 19 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz geschaffen, an dem es sich nicht nur gut arbeiten lässt, sondern der auch dafür sorgt, dass sich das gesamte Team wohl fühlt.
Bei der Realisierung des Hallenneubaus mit einem Investitionsvolumen von knapp 1,8 Millionen Euro, an der fast 20 regionale Betriebe beteiligt gewesen sind – bloße Lieferanten ausgenommen –, hat Timo Großmann mit seinem Team Raffinesse und Ideenreichtum bewiesen. Schließlich wurde die neue Werkhalle am seitherigen Standort der Zimmerei in der Ortsmitte von Höfen errichtet – und zwar um die bestehende alte Halle herum.
Erst nach Fertigstellung der neuen Konstruktion wurde die alte Halle im Inneren zurückgebaut. Dadurch war es möglich, den kompletten Betrieb während der gesamten Bauzeit aufrechtzuerhalten und Kunden weiterhin zuverlässig zu bedienen. „Beim Bau der neuen Halle haben wir besonderen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit gelegt“, sagt Timo Großmann, der sichtlich stolz auf das ist, was er mit seinem Team umgesetzt hat.
Überwiegend regionale Baustoffe sowie Holz aus dem Schwarzwald wurden beim Hallenbau verwendet. Alle Brettsperrholzelemente für den vorderen Hallenbereich sowie das neue Spänesilo stammen von der Firma HolzBauWerke aus Seefeld. Alle anderen Bauteile wurden im eigenen Betrieb produziert.
„Wir legen insgesamt großen Wert darauf, eine große Fertigungstiefe bei uns zu haben“, betont er. So plant der Zimmerer, bereits in absehbarer Zeit einen Blechnerei-Anbau. Denn: „Es gibt nur noch wenige Betriebe, die gute Blechnerarbeiten liefern.“ Seine Idee: durch die Einbindung einer Blechnerei in den eigenen Betrieb, kann das Unternehmen, das Timo Großmann bereits in der fünften Generation führt, künftig noch effektiver und qualitätsvoller arbeiten.
Eine technische Besonderheit stellt die Kranbahn der Halle dar: Diese läuft nicht – wie sonst üblich – auf Stahlträgern, sondern auf Trägern aus Baubuche. Möglich wird dies durch die außergewöhnlich hohen statischen Eigenschaften dieses modernen Holzwerkstoffs, der nahezu vergleichbare Werte wie Stahl erreiche.
Auch das Energiekonzept der neuen Halle kann sich sehen lassen und setzt konsequent auf Nachhaltigkeit. Sämtliche Holzreste werden im eigenen Hacker zu Hackschnitzeln verarbeitet. Hobel- und Sägespäne gelangen über die Absauganlage direkt ins neue Spänesilo. Von dort wird dann die 100-kW-Holzhackgutheizung beschickt, welche die neue Werkhalle sowie umliegende Wohnhäuser mit acht Wohnungen mit Wärme versorgt. „Wir haben auf diese Weise ein kleine Nahwärmenetz geschaffen“, erklärt Großmann.
Zusätzlich wurde auf dem Hallendach eine Photovoltaikanlage mit 62 Kilowatt Peak (kWp) installiert. In Verbindung mit einem rund 70-kWh-Batteriespeicher kann sich der Betrieb heute zu etwa 85 Prozent selbst mit Strom versorgen.
Besonders stolz ist das Unternehmen darauf, dass die komplette Halle durch das eigene rund 20-köpfige Team gefertigt und errichtet wurde – vom Rohbau über die Fassadenarbeiten bis hin zur Blechdach- und PV-Montage. Auch der Innenausbau wurde größtenteils in Eigenleistung umgesetzt. Die Schreiner des Betriebs fertigten dafür unter anderem Möbel, Böden sowie fünf handgefertigte Eichenholztreppen für die neuen Büroräume und Aufenthalts-, Sozial- und Umkleideräume.
Tag der offenen Tür im Neubau
Freitag, 5. Juli
Von 12 bis 18 Uhr wird zum Tag der offenen Tür mit Besichtigung der neuen Räume eingeladen. An Stationen wird gezeigt, wie traditionelles Handwerk und moderne Technik heute miteinander verbunden werden. Die CNC-gesteuerte Abbundanlage von Weinmann kann live erlebt, die Vorfertigung von Holzrahmenbauwänden beobachtet und den Azubis beim Aufreißen und Ausarbeiten von Holzmodellen zugeschaut werden. Auch moderne Dämmtechniken werden präsentiert.
Samstag, 6. Juni
Ab 18 Uhr findet in der Werkhalle in Kooperation mit dem Verein Bauwagen Höfen die große Rocknacht mit der Coverband „Donnerbalken“ statt. Auch eine Aftershowparty wird es beim „Reißbodenfescht“ geben. Nach dem Bandauftritt legen zwei DJ auf. Konzerttickets gibt es unter https://tickets.bauwagen-hoefen.de für 15 Euro, an der Abendkasse kosten die Tickets 20 Euro.