Sie tragen das Bett durch die närrische Menge: die Bettschoner Foto: Hermann Nesch

Ob Hexenball, Schlüsselübergabe, Fleckenfasnet, Narrenmesse. Umzug oder Heringsessen – das Weitinger Fasnetsprogramm hat wieder viel zu bieten.

Weitingen ist fest in Narrenhand. Den Auftakt der diesjährigen Fasnet bildete am 20. Januar ein großer Showtanzabend in der Narrenhalle. Am Samstag, 3. Februar, folgen nun das Narrenbaumstellen und am Abend der Hexenball, bei dem das 50-jährige Bestehen der Urnburghexen gefeiert wird.

Ab dem Schmotzigen, 8. Februar, geht es mit der Schülerbefreiung und der Schlüsselübergabe auf den närrischen Endspurt zu. Am Fasnetsfreitag wird die Fleckenfasnet in den örtlichen Lokalen gefeiert, die längst schon ein Geheimtipp ist.

Am Fasnetssamstag geht dann der große traditionelle Zunftball des Narrenvereins mit einem abwechslungsreichen Show- und Unterhaltungsprogramm über die Bühne.

Das gesamte Programm ist Marke Eigenbau

Lokalkolorit bringen vor allem die „Bänklesänger“ sowie wortgewaltig und bildreich der „Dorfbüttel“ in die Bütt. Über das ganze Programm – alles Marke Eigenbau – sind Parodien und Show-Nummern verschiedenster Art verstreut.

Die Weitinger Blotzer Foto: Folke Weber

Der Fasnetsonntag beginnt um 10.30 Uhr mit der Narrenmesse in der Sankt-Martinus-Kirche, die schon seit mehr als 40 Jahren vom Narrenverein mit schwäbischen und zum Teil gereimten Texten sowie von der Musikkapelle mitgestaltet wird. Anschließend geht’s zum Zunftmeisterempfang in den „Löwen“.

Farbenprächtiger Umzug mit mehr als 40 Gruppen

Um 14 Uhr setzt sich dann der große, farbenprächtige Umzug in Bewegung. Unter den über 40 Umzugsgruppen sind etliche Musik- und Lumpenkapellen, die Narrenzünfte Holzhausen, Renfrizhausen, Wendelsheim, Bettenhausen, Nellingsheim, Mühringen, Rangendingen, Remmingsheim, Oberiflingen, Tübingen, Börstingen, Thanheim, Sulzau, Neckarzottel Rottenburg, Hofener Scillamännle und Querköpf Winnenden sowie zahlreiche einheimische und auswärtige Laufgruppen und natürlich etliche Motivwagen.

Die Jaunerschecken mit ihren lauten Schellen Foto: Folke Weber

Danach herrscht im Flecken ein buntes und fröhliches Narrentreiben: auf und rund um den Dorfplatz in der „Kleinen Markthalle“, in der Savanna-Bar des ehemaligen Brauereigasthofs Adler, im Florianstüble der Feuerwehr, in der „Hoametscheuer“, im Begegnungshaus der Kirchengemeinde sowie im „Gäu-Pub Krone“ und im „Löwen“.

Kinderumzug und Eier sammeln in den Straßen

Der Fasnetmontag beginnt um 10.30 Uhr mit dem traditionellen Heringsessen im Narrenheim. Um 14 Uhr folgt der Kinderumzug mit anschließendem Kinderball in der Narrenhalle. Am Fasnetdienstag zieht der Musikverein wieder zum Eier sammeln durch die Straßen, während der Narrenverein am Fasnetumzug in Owingen teilnimmt.

Die Bettschoner Foto: Hermann Nesch

Am Abend herrscht dann großes Heulen und Wehklagen, wenn ab 19 Uhr nach dem Hexentanz auf dem Latschareplatz unter Mitwirkung der Musikkapelle und der Narrengruppen die Fasnet feierlich verbrannt wird. Danach klingt die Fasnet beim anschließenden Kehraus in den örtlichen Lokalen und Kneipen aus.