Der SV Oberharmersbach – hier Ralf Bruder (links) im Spiel gegen Seelbach in der Vorsaison – will sich so früh wie möglich von den Abstiegsrängen absetzen. Foto: Künstle

Nach einer starken Hinrunde wurde der SV Oberharmersbach in der Vorsaison Siebter. Gegen eine ähnliche Platzierung hätte man auch in diesem Jahr nichts einzuwenden.

Wenn Markus Lach seine erste Saison auf der Trainerbank des SV Oberharmersbach Revue passieren lässt, muss er die Spielzeit in zwei Hälften teilen. Da war zunächst eine "überragende Hinrunde", findet Lach, der davon ein Stück weit selbst überrascht wurde. "Und in der Rückrunde war der Trend dann schlecht", so Lach, dessen Elf zwischenzeitlich sogar mal Tabellenführer der Bezirksliga war. Am Ende landete der SVO auf Rang sieben, hintenraus fehlte die Konstanz.

Diese wird auch in der neuen Saison wichtig werden, glaubt Lach. Denn wie viele seiner Trainerkollegen sieht auch er die Bezirksliga deutlich ausgeglichener als zuletzt – auch wenn mit Rust und Seelbach gleich zwei Topteams den Sprung in die Landesliga geschafft haben. "Jeder kann jeden schlagen", vermutet Lach. Was die Sache für seine Elf in dieser Saison nicht unbedingt einfacher machen dürfte.

Stammkeeper hat sich das Kreuzband gerissen und fällt lange aus

Denn der SV Oberharmersbach muss mit einem schmalen – aber erfahrenen und relativ gut eingespielten – Kader auskommen, 15 bis 16 Spieler gehören zum Stammpersonal der ersten Mannschaft. Und in dieser gibt es eine große Baustelle: die Torwart-Position. Steffen Till als geplante Nummer eins hat sich das Kreuzband gerissen, ob und wann er in dieser Saison spielen kann, ist rein spekulativ. "Das ist ein herber Verlust", ist Lach ehrlich. Vor allem weil Marcel Huber beruflich oft außer Landes ist und Robin Halter eigentlich eher für die zweite Mannschaft eingeplant war. So wird es wohl auf ein Job-Sharing der beiden zwischen den Pfosten hinauslaufen.

Ansonsten ist der Kader weitgehend gleich geblieben, externe Verstärkungen gab es den Sommer über jedoch keine, der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams bleibt damit auf der Strecke. Und da natürlich auch in Oberharmersbach nicht immer jeder Akteur ins Training kommt, musste Lach zuletzt oft improvisieren. Daher ist er auch "ganz und gar nicht zufrieden" mit der Saisonvorbereitung, sagt er.

Große Ziele gibt er somit nicht aus. "Man muss in der Liga aufpassen, dass man nicht in den Abstiegsstrudel reinrutscht", weiß Lach. Sein Ziel ist daher klar: so schnell wie möglich einen Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge bringen, um bei einer möglichen Niederlagenserie nicht direkt in Abstiegsgefahr zu geraten. Wichtig dafür: ein guter Start. Vier Punkte aus den ersten drei Partien wären daher erstrebenswert, so Lach.

Los geht’s für den SV Oberharmersbach am Freitagabend mit dem Pokalspiel beim A-Ligisten SG Nonnenweier-Allmannsweier. In der Liga startet der SVO mit einem Heimspiel, am Sonntag, 14. August, ist die SG Freistett/Rheinbischofsheim zu Gast bei der Elf von Trainer Markus Lach.

Der Kader

Tor: Marcel Huber, Robin Halter, Steffen Till

Abwehr: Ralf Bruder, Dominik Bleier, Marcel Lehmann, Jonas Schwarz, Jonas Haubold, Lukas Neuberger, Sven Huber, Timo Huber, Bernd Roth

Mittelfeld/Angriff: Manuel Jilg, Matthias Stunder, Jochen Haubold, Michael Meier, Simon Kornmayer, Daniel Kornmayer, Mike Gutmann, Esmail Morgan, Rainer Schwarz, Marco Schwarz

Trainer: Markus Lach