Kränze und Grabgestecke lassen sich nach individuellen Ideen gestalten. Aber auch klassische Gestecke sind nach wie vor beliebt. Foto: Pixabay

Gedenktage: Mit liebevoll gefertigten Grabgestecken und Blumenschalen der Liebsten gedenken

 An den Totengedenktagen richten Hinterbliebene die Ruhestätten ihrer Liebsten oft besonders schön her. Gärtner fertigen dafür kreative Kränze und Blumengestecke  auch  nach persönlichen Wünschen an. 

Der   Herbst ist die Zeit, in der es wieder dunkler wird und die Menschen  sich nach Licht und Geborgenheit sehnen. Jetzt beginnt auch die Zeit des Gedenkens und Erinnerns. Besonders gut lassen sich Gefühle mit Blumen, Pflanzen und natürlichen Materialien ausdrücken, die vom Gärtner kunstvoll arrangiert auf den Ruhestätten der  Liebsten eine enge Verbundenheit offenbaren. 

Witterungsbeständige und haltbare Materialien
Denn nun, da viele Blumen auf dem Grab bereits verblüht sind, sorgen Gestecke und Kränze für ein schönes und gepflegtes Aussehen. Sie lassen sich unkompliziert zum Friedhof mitnehmen und können dort oft für lange Zeit bleiben, in einigen Fällen bis zum Frühjahr, wenn Schneeglöckchen und Krokusse ihre zarten Blüten wieder öffnen. Denn mit viel Liebe zum Detail achten die Gärtner im Herbst nicht nur auf die gelungene Optik ihrer kunstvollen Arrangements, sondern verwenden ganz bewusst witterungsbeständige und haltbare Materialien. 

 Bei klassischen Gestecken   werden nach wie vor   häufig Tannenzweige, Moos und Wacholder eingesetzt. Seit einigen Jahren werden außerdem ver-mehrt Gestecke in Herzform nachgefragt. Aber auch  Kränze in verschiedenen Größen, deren Kreisform für den Kreislauf des ewigen Lebens steht, sind  immer  sehr beliebt. Bei diesem Grabschmuck  darf neben den "klassischen" herbstlichen Naturtönen auch Farbe ins Spiel kommen, um die trüben Tage etwas aufzuhellen. Gärtnereien und Blumenfachgeschäfte haben die passenden Pflanzen im Angebot. Auch bunte Blumensträuße können zu den Totengedenktagen auf die  Gräber gebracht werden.  

Grabschmuck wird verstärkt rund um die Totengedenktage auf die Gräber gelegt. Allerheiligen, am 1. November, ist ein katholischer Gedenktag, der den Heiligen und Märtyrern gewidmet ist. Bereits einen Tag später, an Allerseelen, gedenken die Katholiken allen Verstorbenen. 

In der evangelischen Kirche wird am letzten Sonntag vor dem ersten Advent der Totensonntag begangen. An ihm werden traditionell – so wie beim Feiertag Allerseelen – die Gräber mit Blumen und Gestecken geschmückt und Kerzen aufgestellt. Der Volkstrauertag, der an keine Konfession gebunden ist, wird zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Gewidmet ist er allen Kriegsopfern und Opfern von Gewaltherrschaft. 
Wer für diese besonderen Tage ein sorgfältig  gestaltetes floristisches Arrangement sucht, kann es sich in einer Friedhofs- oder Einzelhandelsgärtnerei auch nach eigenen Wünschen und Vorstellungen erstellen lassen. Vielen Hinterbliebenen hilft das Ablegen des Grabschmucks dabei, schöne Erinnerungen aufblühen zu las-sen und trübe Gedanken zu vertreiben.