Der Ölfte Ölfte in der Zeller Stadthalle besitzt Ausnahmecharakter. Foto: Sabine Rudiger

Mit Spannung erwartet: Wer ist der neue Hürus?

In dieser Woche dreht sich in Zell alles um die Frage: Wer wird der nächste Hürus? Gelüftet wird das Geheimnis traditionell am „Ölfte Ölfte“ in der Stadthalle. Die Karten waren schneller weg, als man Fastnachtsgesellschaft Zell (FGZ) buchstabieren kann. „Binnen einer Stunde waren alle Tickets verkauft“, ließ Sabine Rudiger vom Präsidium wissen.

 

Kein Wunder, denn die Zeller Fasnacht um Präsident Peter Mauthe und Vize Christoph Rudiger erfreut sich eines einmaligen Rufs. Am Samstag darf sich das Publikum auf neue Akteure freuen, die erstmalig mit einer Nummer vertreten seien. „Der Fortbestand dieser Kultveranstaltung ist also gesichert“.

Außerdem feiere „ein altbekannter Hase ein seltenes Bühnenjubiläum“. Thomas Kaiser stehe seit fünfzig Jahren auf der Ölfte-Ölfte-Bühne. Zusammen mit einem wahrlich kaiserlichen Gefolge und weiteren Akteuren werde das Multitalent das Stimmungsbarometer in die Höhe jagen. Und damit nicht genug: Auch der Fanfarenzug blicke auf einen „runden“ Anlass. Die Mitglieder haben sich zum 66-jährigen Bestehen etwas einfallen lassen: Zum närrischen Jubiläum wurden Ehemalige rekrutiert, fast achtzig Musiker werden die Bühne klein aussehen lassen. Regisseur Jens Schleith habe ein „mega-witziges Programm zusammengestellt“.

Fanfarenzug wird größer

Insgesamt werden an dem Abend fünf Nummern gezeigt. Der Höhepunkt: Natürlich der Einmarsch des neuen Hürus um Mitternacht. Sind Fragen zum neuen Hürus erlaubt? Antwort: „Klar, erlaubt sind sie - nur beantwortet werden sie nicht“.

Bisher wissen einzig Präsident Mauthe und Kanzler Marius Lais, wer der nächsten Kampagne vorstehen wird und den Regent 2025 „Hürus Flo vom Wilde Ma“ ablöst. Sabine Rudiger: „Auch wir lassen uns überraschen. Gegen Mitternacht dürfen sich alle wieder auf den triumphalen Einmarsch freuen“.

Gibt es Änderungen im Ablauf? Schleith erklärt, der Fanfarenzug werde mehr Raum am Anfang des Programms einnehmen. Ansonsten gebe es keine großen Anpassungen in der Organisation. Zum dritten Mal führt Schleith die Regie des weithin bekannten Fasnachtsauftaktes.

Kleines Fazit: „Stimmt, es ist schon meine dritte Regie an der großen Veranstaltung in der Stadthalle. Jedes Jahr macht es aufs Neue Spaß, den Abend auf die Beine zu stellen. Und obwohl wir nun ein gutes Konzept erarbeitet haben, gibt es neue Herausforderungen. Dieses Mal haben wir zum Beispiel ein 36 Quadratmeter großes Kulissenbild erstellt. Es wird also nie langweilig. Auch weil die Akteure immer wieder ein wenig wechseln“.

Gruppen schreiben selbst

Letzte Frage: Kommen Ideen, die witzig sein sollen, denn überhaupt an? Schleith: „Das Schreiben der Nummern übernehmen die einzelnen Gruppen selbst. Ich habe zwar vor meiner Zeit als Regisseur auch schon ein wenig Bühnenerfahrung sammeln können, für einen ganzen Abend würde meine Kreativität wahrscheinlich nicht ausreichen. Ich gebe Feedback, und unterstütze, falls nötig. Meine Aufgabe ist, für den richtigen Rahmen zu sorgen. “.

Samstag, 8. November, Stadthalle, „Ölfte-Ölfte“ der FGZ; die Veranstaltung ist ausverkauft.