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Anzeige Es geht zurück in die Zukunft

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Überarbeiteter Klassiker: Die BMW-Enduro R 1250 GS verspricht auch weiterhin Offroad-Kompetenz. Foto: Daub/BMW Foto: Schwarzwälder Bote

Die Motorradhersteller brennen 2019 ein Neuheiten-Feuerwerk ab. Dazu gehören Comebacks legendärer Maschinen, neue Klassiker aus Indien und eine legendäre Motorradmarke, die sich unter Strom setzt – insgesamt allerdings dominiert der Retro-Look. Was können Fans erwarten?

Zurück in die Zukunft – diesen Eindruck kann gewinnen, wer einen Blick auf die Motorradneuheiten 2019 wirft. Denn der Retro-Trend geht weiter, doch es gibt auch elektrisierende Überraschungen.

Hier eine Auswahl neuer Modelle für 2019:

Moto Guzzi V85 TT: Das Reisemotorrad im "Enduro-Look" erinnert an die späten 1970er-Jahre, als Yamaha das Enduro-Segment mit der XT 500 begründete. Auch dass die klassische Moto Guzzi mit "nur" 80 PS ein deutliches Zeichen gegen den "Schneller-, Schwerer- und Komplizierter-Wahn" vieler anderer Hersteller in diesem Segment setzt, schadet ihr nicht.

Triumph Scrambler 1200 XC: "Ein Schnäppchen ist die Guzzi mit rund 12 000 Euro allerdings nicht", meint Michael Lenzen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Motorradfahrer. Denn für 1550 Euro Aufschlag bekäme man bei Triumph mit dem Modell Scrambler 1200 XC eine mit 90 PS stärkere, nichtsdestotrotz mit einem Leergewicht von etwa 215 Kilogramm gegenüber 229 Kilogramm sogar leichtere Reisemaschine. Wie schon der von den Engländern bereits länger angebotene, kleinere Street Scrambler, der jetzt allerdings 65 PS und damit 10 PS mehr als bisher leistet, setzt auch die 1200er auf den Offroad-Look der 60er-Jahre, bietet aber auch zwei fürs Gelände wählbare Fahrmodi.

BMW R 1250 und R 1250 GS Advenrure: Offroad-Kompetenz weisen auch die BMW R 1250 GS und R 1250 GS Adventure mit 136 PS auf. "Mindestens 16 150 Euro sind fällig, wählt man die Adventure-Variante mit größerem Tank und mehr Federweg, sind es gar 17 700 Euro", so Lenzen.

Kawasaki W800: Ein klassisches Comeback gibt es bei Kawasaki, wo die seit Ende 2016 eingestellte W800 mit dem ikonischen Königswellen-Antrieb wieder da ist. "Natürlich mit ABS und auch Euro-4-tauglich. 90 Prozent der verbauten Teile sollen laut Kawasaki neu sein", erklärt Lenzen. Angeboten wird die W800 als Street-Variante und als Café-Ausführung mit kleiner Cockpitverkleidung und Höcker-Sitzbank.

Royal Enfield Interceptor 650 und Continental GT 650: Die seit 1984 in indischer Hand befindliche Firma Royal Enfield hat bislang Einzylinder-Modelle im klassischen Stil gebaut. Nun aber haben sich die Inder der Zweizylinder-Tradition aus den 1960er- und 1970er-Jahren der damals noch englischen Marke erinnert. Mit der Interceptor 650 und der Continental GT 650 kommen zwei Klassik-Modelle, die technisch mit Vierventiltechnik und obenliegender Nockenwelle punkten. "Während die Interceptor mit Doppelsitzbank und einem etwas höheren Rohrlenker eine aufrechte Sitzposition ermöglicht, macht die Continental GT mit Höckersitzbank und Stummellenker ganz auf Café Racer", schildert Lenzen. Die Preise für die 48 PS starken Maschinen liegen um die 6500 Euro.

Husqvarna Svartpilen 701: Avantgardistisch interpretiertes Design klassischer Flachbahnrenner trägt dagegen die Husqvarna Svartpilen 701 zur Schau. Die Einzylinder-Maschine basiert technisch auf der 690er Duke von Konzernmutter KTM, leistet 75 PS und kostet 10 195 Euro.

Suzuki Katana: Drei Zylinder mehr und mit 150 PS doppelt soviel PS weist die wiederbelebte Suzuki Katana auf. Anfang der 1980er-Jahre gelang den Japanern mit dem Original eine Designikone. "Die Katana wirkte damals fast wie aus einem Science-Fiction-Film", erinnert sich Lenzen. Fast vierzig Jahre später knüpfen die Japaner nun mit der auf der soliden technischen Basis der GSX-S 1000 aufgebauten neuen Katana daran an. Der Preis sei zwar noch nicht bekannt, erklärt Lenzen, er gehe aber davon aus, dass Suzuki ein wenig mehr aufruft als die 12 395 Euro, die die GSX-S 1000 kostet.

Honda CB 650 R und CB 300 R: Für dieses Geld würde man beinahe die neue Honda CB 650 R und die schon bekannte CB 300 R obendrein bekommen. Mit der 650 schließt der größte Motorradhersteller der Welt die Lücke, die in der Neo-Café Sport-Reihe zwischen CB 1000 R und CB 300 R entstanden ist. Das Vierzylinder-Bike mit 95 PS soll rund 8000 Euro kosten.

Harley-Davidson Livewire: Merklich teurer dürfte die Harley-Davidson Livewire werden. Das erste E-Motorrad der amerikanischen Marke rollt laut Sprecher voraussichtlich ab Spätsommer zu den Händlern. Bis zu 177 Kilometer weit sollen elektrische Gleiter damit kommen können – gleiten ist dabei relativ. Denn von 0 auf knapp 97 Stundenkilometer soll es die Harley in weniger als 3,5 Sekunden schaffen. Aufgrund des elektrischen Antriebs sind weder Kupplung noch Getriebe erforderlich.

Indian FTR 1200 und FTR 1200 S: Neues gibt es auch von der anderen amerikanischen Traditionsmarke: "Mit den Flat Track Replica-Modellen FTR 1200 und FTR 1200 S führt Indian erstmals eine Baureihe jenseits der Cruiser-Sparte ein", so Lenzen. Die sportlich ausgelegten Bikes haben 120 PS und kosten ab 14 690 Euro respektive ab 15 990 Euro.

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