Ein Bild aus den Anfängen der Firmengeschichte Foto: Archiv Gfrörer

Auf eine 97-jährige Firmengeschichte blickt die Familie Gfrörer zurück. Eine Geschichte

Auf eine 97-jährige Firmengeschichte blickt die Familie Gfrörer zurück. Eine Geschichte des stetigen Wachstums. Das Geheimrezept: "Leidenschaft und Hingabe!", so Uwe Gfrörer, geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe.

Die Geschwister Sabine Schüch und Uwe Gfrörer sind bereits in jungen Jahren in das Traditionsunternehmen eingestiegen und haben die wichtigsten Meilensteine miterlebt. 1993 konnten die Gfrörers den Steinbruch am Bolzgraben nach langjähriger Pacht dem Fürst von Hohenzollern abkaufen. Sabine Schüch: "Finanziell bedeutete das für das Unternehmen eine der größten Herausforderungen. Wir mussten das Geld buchstäblich zusammenkratzen. Dieser Schritt war für uns dennoch elementar und ermöglicht uns heute, den Kunden ein Rundumpaket anbieten zu können."

1997 wurde dann das Betonwerk gebaut. "Im Nachhinein zwar die richtige Entscheidung, doch zum damaligen Zeitpunkt sehr riskant und vielleicht auch etwas blauäugig", müssen die Geschwister rückblickend einräumen. Doch mit dem erfolgreichen Betonwerk konnte das Unternehmen die Leistungspalette ausbauen und in neue Märkte eindringen. In Märkte, in denen sie anfänglich nicht gerne gesehen waren. "Der Transportbetonmarkt war in unserer Region von den großen Konzernen besetzt", erzählt Uwe Gfrörer rückblickend. "Doch vor allem die mittelständische Kundschaft half uns bei der Platzierung, weil sie trotz starkem Preiskampf unserem Unternehmen die Treue hielt."

Der Bau des neuen Schotterwerks 2008/2009 ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Historie der Firmengruppe Gfrörer: "Das war ein enormes Risiko, das wir aber eingehen mussten. Es war unabdingbar, um weiter wachsen zu können, und hat uns noch wettbewerbsfähiger gemacht, auch wenn uns der eine oder andere wegen der geplanten Größe und Technik ′für verrückt erklärt hat. Aber es hat nicht lange gedauert, da ging unser Plan auf. Die Investitionen haben sich ausgezahlt. Rückblickend betrachtet, mussten wir sehr viel Vertrauen zueinander haben und durften unsere Überzeugung und unsere Vision nie verlieren. Heute zählen wir zu den modernsten und leistungsstärksten Schotterwerken in ganz Deutschland", erläutert Uwe Gfrörer.

Eine weitere wichtige Entscheidung war, das Einsatzgebiet Richtung Stuttgart auszudehnen. Mit der Region Stuttgart wuchsen die Aufträge, die Baustellen und die Anzahl der Auftraggeber. Neue Herausforderungen bedeuteten für das Geschwisterteam, neue Wege zu gehen. Sie mussten teils umdenken, anders denken und querdenken.

"Heute können wir Großprojekte wie Factory 56 bei Daimler in Sindelfingen, den Thyssen Krupp Elevator Testturm in Rottweil, das Entwicklungszentrum bei Porsche in Weissach oder das Flugfeldklinikum in Böblingen problemlos ausführen“, schildert Sabine Gfrörer.

Ganz aktuell ist der fertiggestellte Neubau des Verwaltungsgebäudes ein weiterer großer Schritt in die Zukunft des Unternehmens. Er gibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Umfeld, in dem sie mit ihren Aufgaben weiter wachsen können. Wenn Geschwister zurückblicken, wissen sie, dass sie all das, was ihr Vater Alois gegründet hat, nicht ohne das Team hätten bewältigen können. Uwe Gfrörer resümiert: „Wir mussten lernen, dass Vertrauen die wichtigste Zutat für den Erfolg des Unternehmens ist – und dass man Projekte immer nur

gemeinsam vorantreiben kann. Mit Vertrauen in das eigene Know-how, in den Instinkt und vor allem in die Mitarbeiter."

Das Wachstum der Firmengruppe sei stets gewollt gewesen, sei aber teilweise auch gezwungenermaßen erfolgt. "Wir wollten uns breit aufstellen und bei großen Projekten mitwirken", schildert Sabine die starke Konkurrenzsituation: "Uns neuen Herausforderungen stellen, sie annehmen und an ihnen wachsen. Um unseren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket bieten zu können. Und trotzdem ist es immer auch ein Stück weit ein Mechanismus, denn Wachstum fördert Wachstum. Werden Projekte und Kundenzahl größer, ist man gezwungen, mit ihnen zu wachsen – sonst ist man raus."

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