Foto: Thomas Fritsch

Schwangerschaft, Mutter werden – das gehört zu den Dingen, die einem keiner beibringt...

Schwangerschaft, Mutter werden – das gehört zu den Dingen, die einem keiner beibringt. Weshalb – wenn's schlecht läuft – die werdenden und jungen Mütter völlig unvorbereitet und mit vielen Ängsten in diese eigentlich spannendste und, wenn Frau doch gut  vorbereitet ist, auch mit schönste Lebensphase einer Frau hineingeraten.

 

Und – Hand aufs Herz: Die größten dieser Ängste mag kaum eine Frau offen auszusprechen. Weil's egoistisch erscheint, auch in dieser herausfordernden Lebensphase zuerst an sich zu denken: Was macht die Schwangerschaft mit meinem Körper? Wie wird mein Körper nach Schwangerschaft und Geburt aussehen und funktionieren? Bleibt dieser Bauch – für immer? Werde ich – wie vielleicht die eigene Mutter und Großmutter noch – künftig womöglich inkontinent sein, weil „unten rum“ alles durch die Schwangerschaft dermaßen in Mitleidenschaft gezogen wurde? Es lohnt sich jedoch offen genau über diese Dinge zu reden – zum Beispiel mit Elisabeth Galonska, Inhaberin des „STUDIO8“ auf dem Nagolder Eisberg. Die für die Zeit vor und nach der Geburt des Kindes spezielle
Kurse anbietet, sozusagen das perfekte „Rundum-Paket“ für wirklich glückliche Mamis.


Denn: „Im Körper einer glücklichen Mami wohnt immer ein glückliches Baby!“ Was absolut keine hohle Floskel ist. Denn wenn mit der gezielten, fachkundig begleiteten Schwangerschaftsgymnastik die werdenden Mamis die Hoheit und Herrschaft über ihren eigenen Körper zurückgewinnen, damit dann auch ganz automatisch die Souveränität und Selbstsicherheit der angehenden Mütter im Umgang mit den körperlichen Herausforderungen der Schwangerschaft steigt, kann diese ganz besondere Lebensphase erst wirklich genossen werden. Was – Sie werden es erleben – Glückshormone ohne Ende ausschüttet (weil Angst-befreit). Und was Mama glücklich macht, macht das Kind immer auch gleich mit glücklich. Das geht gar nicht anders.


Einer der Schlüssel zu diesem Glück: Der eigene Beckenboden – und wie Frau lernt, diesen bewusst zu kontrollieren (übrigens: gilt auch für Männer). Spezielle Übungen in der Schwangerschaftsgymnastik unter Anleitung von Elisabeth Galonska trainieren genau das. Denn: Wenn es gelingt, den Beckenboden (also jene Muskelgruppe, die den Bauchraum nach unten hin abschließt und auch die Position der inneren Organe sowie Wirbelsäule mit sichert) bewusst zu trainieren, ihn in Vorbereitung auf die Geburt elastisch zu machen und zu dehnen, weil er eben alles reguliert, „was unten raus muss!“ – vor allem eben auch das Baby –, die werdende Mutter dann auch den Vorgang der Geburt bewusst steuern und kontrollieren kann. „Alles passiert dann leichter“, im Idealfall ohne 'Verletzungen' – wie etwa einem sonst wahrscheinlichen Dammriss.


Wobei, eine der wichtigsten Übungen in diesem 10-Wochen-Programm im „STUDIO8“ zur Geburtsvorbereitung: „Lernen, sich von jedem – auch den eigenen – Erwartungsdruck freizumachen!“ Sich zu entspannen. Hier im Studio auf dem Eisberg den geschützten Raum finden, wo mit Gleichgesinnten über alles (wirklich alles!) geredet werden kann. Zum Beispiel auch: Was machen Schwangerschaft, Geburt mit der eigenen Sexualität? - Im Idealfall: „Sie wird intensiver, bewusster!“ Weil Frau (und vielleicht ja auch Mann) lernt, „unten rum“ die Muskulatur kontrollierter einzusetzen. „Eine Schwangerschaft kann auch stark machen!“ Mental und körperlich. Elisabeth Galonska will dafür die perfekte Anleitung geben.


Auch nach der Geburt. Mit dem ebenfalls zehnwöchigen Rückbildungs-Kurs. In der Schwangerschaft, mit dem stetig wachsenden „Baby-Bauch“, wurden die Bauchmuskulatur und die inneren Organe „zur Seite geschoben“ – ein spürbarer Spalt in der Bauchmitte entsteht, die im Fachjargon sogenannte „Rectusdiastase“ weitet sich (übrigens auch bei Männern durch falsches Training möglich). Solch eine Rektusdiastase schließt sich nach der Geburt – ohne entsprechendes Training – nicht von alleine. „Frauen machen sich da immer mehr einen ungeheuren Druck“, weiß Trainerin Galonska, „den Perfect- After-Baby-Body wieder hinzubekommen“. Vor allem Beispiele von Stars und Celebrities, die in den Socialmedia-Kanälen sofort nach der Geburt ihre angeblich wieder perfekten Körper zeigen, seien die fatalen Vorbilder. Denn: „Natürlich macht die Schwangerschaft etwas mit deinem Körper, verändert ihn.“ Auch bei den Celebrities. Aber mit gezielten Übungen, einem ausgewogenen Training – als bewusst erlebte „Mama-Zeit“ mit Gleichgesinnten – und der richtigen Portion Entspannung kehrt auch mit diesen Veränderungen die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper zurück..

Autor: Axel H. Kunert Fotos: Thomas Fritsch