In der Vorsaison hatte der SV Oberschopfheim nicht immer Grund zu jubeln. Das soll sich ändern. Foto: Künstle

Nach dem Last-Minute-Klassenerhalt in der Vorsaison will Bezirksligist SV Oberschopfheim in der neuen Saison nicht so lange zittern müssen.

Der SV Oberschopfheim geriet zum Saisonende noch in akute Abstiegsgefahr. Obgleich die Mannschaft von Coach Alexander Zehnle die letzten sechs Begegnungen nicht verlor, wirbelten die Resultate der Konkurrenz – Stichwort SV Linx II – das Klassement nochmals gehörig durcheinander. "Wir sind schlicht froh und dankbar, dass es nicht zum Äußersten gekommen ist", sagt Reiner Fautz, der sportliche Leiter des SVO, im Rückblick.

Philipp Rösler hat den SVO verlassen

Der Kader hat sich mit Blick auf die neue Saison punktuell verändert. Mit Philipp Rösler ging lediglich eine Stammkraft, "allerdings haben uns einige Akteure verlassen, die der Kaderbreite gut getan haben. Insgesamt ist das Aufgebot etwas kleiner geworden", skizziert Fautz. Die Hoffnung lautet, dass das Verletzungspech weniger stark ausfallen möge als in der Vorsaison. "Im absoluten Notfall hätten wir noch ein, zwei personelle Asse im Ärmel, die wir aushilfsweise ziehen könnten. Aber dann müsste es schon ganz arg kommen", merkt Fautz an. Er meint eigentlich schon zurückgetretene Akteure wie Max Aschentrup, die im absoluten Notfall nochmals die Schuhe schnüren würden. Nach Möglichkeit soll es aber die aktuelle Belegschaft richten.

Die Bezirksliga sieht Fautz im Vergleich "noch stärker und noch ausgeglichener. Dazu werden meiner Überzeugung nach nicht zuletzt die starken Aufsteiger Schapbach, Rammersweier und Fautenbach beitragen". Innerhalb dieses Feldes will der SVO möglichst früh einen gesicherten Platz finden. Da sich der Kader im Kern nicht derart stark verändert hat, als müssten viele Neulinge integriert werden, könnte sich die weitgehende Eingespieltheit des Kaders als Vorteil erweisen. Die Trainingsbeteiligung war zur Startphase der Vorbereitung – aufgrund von Heiratenden, Urlaubern und Studenten – steigerungsfähig, wie Fautz einräumt.

Das sollte einem gelingenden Saisonstart jedoch nicht entgegenstehen. Die Generalprobe im Bezirkspokal gelang dank eines 3:0 (0:0) in Diersheim. "Die Mannschaft hat es phasenweise schon richtig gut gemacht, hätte aber schon zur pause klarer führen können. Die Chancenverwertung ist aktuell weiter ein Thema, das uns schon in der Vorsaison begleitet hat", weiß der sportliche Leiter nur zu gut. Gelingt es dem SVO, das anspruchsvolle Startprogramm, unter anderem in Elgersweier und gegen Schapbach, zu bewältigen, soll der Weg beizeiten vom Tabellenende weg führen. "Wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz schaffen, wäre hier jeder zufrieden", hält Fautz fest.

Mut macht neben dem gelungenen Start im Pokal das Auftreten von Torhüter Robert Unrau, mit dem man sich besser aufgestellt sieht, als das vor Jahresfrist der Fall war. Die Zusammenarbeit mit Trainer Zehnle ist weiterhin eng, "er stand auch in der schwierigen Saison-Endphase nie zur Disposition. Wir arbeiten gut, vertrauensvoll und eng zusammen", betont der sportliche Leiter. Er kann sich neben Elgersweier auch Oberkirch im Kampf um die Spitze gut vorstellen, nebst womöglich einem der Aufsteiger. "Welcher es dann im Einzelnen sein wird, muss die Entwicklung der Saison zeigen", formuliert Fautz.

Der Kader

Tor: Robert Unrau, Stefan Broß, Jens Walter.

Abwehr: Benjamin Benz, Tim Eckenfels, Samuel Maier, Kevin Peter, Michael Röderer, Daniel Seiter, Steven Roth, Leon Jäger, Lukas Walter.

Mittelfeld: Dion Geiger, Justin Lorenz, Steven Lorenz, Jakob Peters, Tim Peters, Jonathan Riehle, Jacob Ruf, Joshua Stortz, Johannes Wenzel.

Angriff: Marco Hofstetter, Dimitri Holm, Prince Paul Ogubie, Loris Reinold, Kevin Schneider.

Zugänge: Samuel Maier, Lukas Walter.

Abgänge: Philipp Rösler, Carsten Weißmüller, Tom Silberer, Tobias Erb, Kevin Guillemette.