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Anzeige Die Mischung aus Tradition und Moderne

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Auch der Neubau gegenüber ist Teil des Gesamtprojektes Sanierung des GaD. Foto: Schwarzwälder Bote
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Auch der Neubau gegenüber ist Teil des Gesamtprojektes "Sanierung des GaD". Foto: Schwarzwälder Bote

Das Großprojekt Sanierung des Gymnasiums am Deutenberg (GaD) ist abgeschlossen. Am kommenden Montag startet der Unterricht wieder im Hauptgebäude.

Es ist geschafft! Knapp sechs Jahre nach dem Planungsbeschluss ist die Generalsanierung des Gymnasiums am Deutenberg in Schwenningen abgeschlossen. Zum Schulstart am kommenden Montag kehren die Schülerinnen und Schüler aus den Containern entlang des Sportplatzes wieder zurück in das große Schulgebäude.

Mit dem Abschluss des Millionenprojektes endet eine sehr emotionale Zeit, die alle Beteiligten viel Kraft, Energie und oft auch Geduld gekostet hat. Der ehemalige Schulleiter Manfred Koschek war immer ein Verfechter der Sanierungsmaßnahme, die ursprünglich im Jahr 2018 hätte abgeschlossen sein sollen.

Nun ist es Herbst 2020 und Koschek selbst erlebt die Fertigstellung nur noch als Pensionär. Sein Nachfolger, Zoran Josipovic, der seit dem abgelaufenen Schuljahr im Amt ist, darf nach einem Jahr in den Ausweich-Containern nun endlich in das alte, jedoch mittlerweile hoch moderne Schulgebäude ziehen. Und die Vorfreude auf die großzügigen Räume, die neuen Möbel und die moderne Technik ist beim Schulleiter groß. "Wir freuen uns alle auf den Schulstart", spricht er im Namen des gesamten Kollegiums.

Technisch ist alles im Gebäude neu

Eine der großen Herausforderungen war der Denkmalschutz des mehr als 50 Jahre alten Gebäudes, das der Architekt Günter Behnisch einst entworfen hat. Dieser Aufgabe stellte sich das Architekturbüro Hotz und Architekten aus Freiburg. Als Architekt vor Ort hatte Thomas Scherlitz die Verantwortung. Und dem attestiert Dieter Kleinhans, Leiter des städtischen Amtes für Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO) die Vollendung "eines Knochenjobs". Und tatsächlich, die Herausforderungen waren groß: Allen voran wurden die Fenster zur Mammut-Aufgabe, denn lediglich die Verglasung wurde ausgetauscht. Die Rahmen, die beim Bau des Gebäudes als Fertigelemente samt Betoneinfassung geliefert wurden, sollten erhalten bleiben. Auch in Sachen Isolierung alles andere als eine leichte Aufgabe.

Im Innern wurde letztlich das erhalten, was zu erhalten war. Statt Fußböden komplett herauszureißen, wurden nur kaputte Teilstücke erneuert. Die gewohnte Betonstruktur im Innern und an der Fassade wurde zwar überarbeitet, aber nicht verändert. "Die hält länger als jeder Anstrich", stellt Dieter Kleinhans klar.

Kein Wunder also, weshalb in den vergangenen Jahren immer wieder die Frage aufkam, warum das Projekt so teuer ist. Schließlich liegen die Kosten des Gesamtprojekts bei 31,4 Millionen Euro. Allerdings, so betont Bürgermeister Detlev Bührer, bestehe das Projekt "Sanierung Deutenberg" nicht nur aus den Umbaumaßnahmen im Hauptgebäude, die letztlich 24,3 Millionen Euro kosteten. Teil des Gesamtprojektes sei auch der Neubau auf dem Campus mit 4,3 Millionen Euro sowie das Containerdorf, das als Provisorium in den Umbauphase diente, mit nochmals 2,8 Millionen Euro.

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail und dieses steckt beim GaD vor allem in den Wänden. Dieter Kleinhans erklärt: "Das Gebäude war im Prinzip ein Rohbau. Alle Leitungen, Anschlüsse und das Elektrische sind komplett neu." Das wiederum führt aber dazu, dass das Gebäude unter dem traditionellen Deckmantel vollkommen modern ist.

Die Aula ist das Herzstück der Schule

Und diese Moderne hält auch in den Klassenräumen Einzug. Von Deckenanschlüssen in den naturwissenschaftlichen Räumen, großzügige und gut ausgestattete Computerräume bis hin zu digitalen Whiteboards in jedem Klassenzimmer – die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Deutenberg können ab sofort aus den Vollen schöpfen.

Besonders deutlich wird das harmonische Zusammenspiel aus Historie und Moderne in der Aula ­– "dem Herzstück der Schule", wie es Zoran Josipovic immer wieder betont. Die alten, jedoch aufbereiteten Holzvertäfelungen an den Wänden prägen noch immer den Stil des Raumes. Deutlich sichtbar ist jedoch die Stahlkonstruktion an der Decke: Denn neben tollem Klang und gutem Licht sorgt eine moderne Lüftungsanlage für beste Voraussetzungen, in der Aula auch außerschulische Veranstaltungen durchzuführen. Das, so der Schulleiter, könne er sich in dem rund 480 Personen fassenden Raum mit Blick in den Innenhof der Schule sehr gut vorstellen.

Natürlich trübt die momentane Corona-Pandemie etwas die Stimmung, denn selbstverständlich hätten alle Verantwortlichen den Neustart in dem Gebäude und den Abschluss des Millionen-Projektes gerne mit einem großen Schulfest gefeiert. Das, da ist sich Schulleiter Zoran Josipovic allerdings sicher, werde irgendwann nachgeholt.

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