Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Anzeige Der Service ist gesichert

Von
Für den Verkauf ist bei den Autohäusern Stillstand angesagt und auf den Schauplätzen herrscht Ruhe. Der Werkstattbetrieb ist aber in allen Autohäusern gesichert. Foto: Herrmann Foto: Schwarzwälder Bote
Sonderthemen_SB
Für den Verkauf ist bei den Autohäusern Stillstand angesagt und auf den Schauplätzen herrscht Ruhe. Der Werkstattbetrieb ist aber in allen Autohäusern gesichert. Foto: Herrmann Foto: Schwarzwälder Bote

Von Hans Herrmann

Gerade in den Frühjahrsmonaten März und April steht bei den Autohäusern der Verkauf von Autos oder die Vorstellung und neuer Modelle im Vordergrund.

Mit Verkaufsveranstaltungen oder exklusiven Präsentationen wird hier das Geschehen in den verschiedenen Autohäusern bestimmt. Der direkte Kontakt zum Kunden gehört zum Tagesgeschäft und schafft enge Bindungen. In diesem Jahr ist wegen der Coronakrise alles anders. Der Verkauf wurde im Prinzip eingestellt. Mit den Kunden wird nur über das Telefon oder Internet Kontakt gepflegt. Aktuell wird so gut wie kein Wagen verkauft.

In den Werkstätten geht dagegen die Arbeit fast uneingeschränkt weiter. "Die Sicherheit für die Autos muss weiterhin garantiert werden", sind sich alle einig. Die Umrüstung auf Sommerreifen, Kundendienste, TÜV oder Reparaturen sind aktuell das Kerngeschäft. Man hat sich inzwischen darauf eingestellt, hofft aber wie in vielen anderen Branchen auf eine baldige Besserung.

Einige Führungskräfte nahmen zu der schwierigen Lage Stellung: "Bei uns herrschen im Werkstattbetrieb normale Öffnungszeiten und wir sind für alle Notfälle gerichtet. Der Verkauf wurde praktisch eingestellt und wir schauen von Tag zu Tag", beschreibt der Geschäftsführer des Donaueschinger Autohauses "An der Breg" und Opel Servicepartner, Wolfram Rothweiler, die momentane Lage.

"In unserer Werkstatt herrscht fast normaler Betrieb. Allerdings mussten wir unsere Busreisen für Henkel Reisen komplett einstellen. So etwas habe ich noch nie erlebt", muss Kfz Meister und Busfahrer Werner Henkel vom Autohaus Henkel in Bräunlingen-Unterbränd, bei den Urlaubs- und Tagesfahrten einen Stillstand verkraften. Dazu musste das traditionelle Frühlingsfest abgesagt werden.

"In unserer Verkaufshalle herrscht absolute Ruhe. Kontakte zum Kunden werden zur Zeit nur telefonisch und online gepflegt. Wir hoffen auf das Herbstgeschäft", setzt der Filialleiter vom Autohaus Bach in Donaueschingen Andreas Neumaier mit der Hyundai-Vertretung mittelfristig auf Besserung. Der Werkstattbetrieb hält den Standort am Laufen.

"Wir verspüren in der Auftragslage einen klaren Rückgang. Für den Verkauf werden alle Termine verschoben", zieht der Inhaber des Bräunlinger Autohauses "Automeister Hofheinz", Michael Hofheinz, ein erstes Fazit. Auch in seiner Autoshop Esso Station muss er mit Einschränkungen leben. Neben verkürzten Arbeitszeiten dürfen maximal nur noch vier Kunden mit einem Abstand von zwei Metern die Räumlichkeiten betreten. Dazu ist das integrierte Bistro geschlossen und nur noch ein Verkauf über die Straße ist möglich.

"Selbstverständlich verspüren auch wir die allgemeine Verunsicherung. Unsere Verkaufsräume sind komplett geschlossen und alle hygienischen Vorgaben werden mit großer Sorgfalt erfüllt", beschreibt der Inhaber vom HONDA Autohaus Greuner/Donaueschingen, Robert Greuner, die Lage. Im laufenden Werkstattbetrieb steht die Sicherheit an erster Stelle. Keine persönlichen Kontakte, selbst mit den Lieferanten, das hat äußerste Priorität. "Auf unserem kleinen Kosmos herrscht ein respektvolles Miteinander und wir halten uns an alle Vorgaben", stehen für Robert Greuner die Schutzmaßnahmen im Vordergrund.

"Wir müssen auf Halbgas fahren und haben bereits Kurzarbeit angemeldet, gibt Geschäftsführer Jürgen Erndle, vom Mitsubishi Autohaus Erndle in Donaueschingen Auskunft. "Unsere Mobilität ist aber in der Werkstatt gesichert und wir können hier ein klein wenig Normalität aufrecht erhalten. Die Verkaufsräume sind total gesperrt", zieht er eine nüchterne Bilanz. "Unsere Werkstatt ist normal geöffnet. Sonstige Serviceleistungen gehen über online oder Telefon. Unser Schauraum mit neuen Modellen ist isoliert", teilt Geschäftsführer Steffen Albert vom Autohaus Albert in Hüfingen als Ford-Vertragshändler mit. Alle Vorschriften werden rigoros eingehalten. Der Familienbetrieb will in den nächsten Wochen mit großer Solidarität über die Runden kommen.

Für alle Autohäuser gilt für ihre Kunden den Werkstattbetrieb aufrecht zu erhalten. Generell scheint diese Mobilität gesichert.

Top 5