Die Aussichtsplattform am Besinnungsweg Epfendorf eröffnet einen tollen Ausblick auf die Gemeinde.Foto: Fahrland Foto: Schwarzwälder Bote

Ob Schlichemklamm, Harzwald, Aussichtspunkte, wie der Höhinger Felsen, oder der Besinnungsweg – Epfendorf hat in ländlich geprägter Umgebung eine fast unerschöpfliche Auswahl an reizvollen Zielen zu bieten (sf).

Wer einige Höhenmeter überwindet, wird mit spektakulären Ausblicken ins Neckartal und auf die Schwäbische Alb belohnt. Ebenso lohnend ist der Weg durch das Naturschutzgebiet Schlichemtal mit seinen artenreichen blühenden Wiesen oder zum Mündungsblick an der Neuen Steige, wo die Schlichem in den Neckar fließt.

Die Gemeinde Epfendorf mit rund 3300 Einwohnern liegt gut erreichbar im Oberen Neckartal am Neckartalradweg zwischen den Städten Rottweil und Oberndorf sowie an der L424 (ehemals B 14).

Bodenfunde deuten auf eine römische Siedlung hin, doch erst in Verbindung mit der Herzogin Hadwig von Schwaben wurde der Ort 994 erstmals urkundlich erwähnt. Sein genaues Alter ist unbekannt.

Ein besonderes Naturschauspiel für trittsichere Wanderer ist die Schlichemklamm, wo sich das Wasser über Jahrtausende in Windungen tief in den Muschelkalk gegraben hat und über terrassenartige Steinwände sprudelt. So sind zahlreiche Kaskaden und Katarakte entstanden, die jedes Fotografenherz höher schlagen lassen.

Burgenfans und Naturliebhaber kommen in Epfendorf auf ihre Kosten

Für Burgenfans lohnt sich ein Abstecher zur Burgruine Irslingen. Um das sensible Ökosystem nicht zu stören, werden Besucher der Schlichemklamm und des Naturschutzgebietes Schlichemtal gebeten, ausschließlich die ausgewiesenen Parkplätze am Sportplatz zu benutzen.

Weitere Stellplätze gibt es beim Rathaus und der hiesigen Gastronomie in der Ortsmitte. Hier kann man gemütlich einkehren oder sich im Laden beim Café "Heimatliebe" sowie der naheliegenden Bäckerei eine Stärkung für unterwegs besorgen.

Ein neues, modernes Leitsystem weist mit Schildern und Informationstafeln auf Sehenswürdigkeiten, Wanderziele und Unterkünfte hin. Smartphone-Besitzer können sich mittels QR-Code zum Ziel führen lassen.

Mit der Ruine Schenkenburg, dem Tischfelsen und dem Kapfkreuz lassen sich in einer gut zweistündigen Wanderung gleich drei besonders lohnende Aussichtspunkte verbinden. Weitere Ausblicke bietet der Höhinger Felsen auf der anderen Seite des Neckartals.

Belebende Wirkung hat das Wassertretbecken, das sich im Gewann Sandbühl im Wald versteckt. Hohen Erholungswert und viel frische Luft zum Durchatmen bietet der Harzwald.

Über die Bösinger Straße, Römersteige und Lange Steige wird nach etwa viereinhalb Kilometern der Wanderparkplatz Harzwald erreicht. Ein breiter ebener Waldweg führt zur Harzwaldhütte. Sie wird bei schönem Wetter an Sonn- und Feiertagen vom Albverein bewirtet.

Das gepflegte Gelände lädt mit zahlreichen Sitzgelegenheiten, einem herrlichen Spielplatz und einer Boulebahn am Waldrand zum Verweilen ein. Gleichzeitig bietet die Lichtung den Start für zwei kinderwagentaugliche Rundstrecken, auf denen es für Groß und Klein einiges zu entdecken gibt.

Für Kurzweil sorgen ein Barfußpfad, Rätsel auf dem Familienpfad, die Beschilderung verschiedener Baumarten, ein Walddenkmal und eine Waldmurmelbahn.

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