Der SV Rust geht in diesem Jahr in der Landesliga an den Start – und will dort bleiben. Foto: Künstle

Nach nur zehn Tagen Sommerpause ging’s beim SV Rust wieder los. Denn die Zeit ist knapp, schon Anfang August startet der Aufsteiger in die Landesliga.

Von allen Fußballvereinen der Region dürfte der SV Rust in diesem Jahr die kürzeste Sommerpause gehabt haben. Am Samstag, 25. Juni, stand die Elf von Trainer Christian Saban noch im Relegationsspiel gegen Ötigheim auf dem Platz, zehn Tage später startete dann schon die Vorbereitung auf die neue Saison. "Die Pause war zu kurz", ist sich Saban bewusst. Doch letztendlich blieb dem Coach keine Wahl, er muss sein Team auf die Saison in der höheren Spielklasse vorbereiten. Weil die Ruster in Ötigheim Erfolg hatten, spielen sie nun Landesliga.

Erstes Pflichtspiel macht Trainer Saban Mut

Der Aufstieg kam dabei für den SVR durchaus überraschend, eigentlich hatte man einen Mittelfeldplatz als Ziel ausgegeben. Doch im Winter standen die Ruster plötzlich ganz oben in der Tabelle, am Ende wurden sie hinter dem Meister Seelbach Zweiter und stiegen über die Relegation auf. Das Ziel für die kommende Saison ist daher einfach: "Der Nichtabstieg, klar", sagt Saban. Die Freude auf die neue Saison und der damit einhergehenden Herausforderung ist ihm im Gespräch anzumerken.

"In der Landesliga wird Fußball gespielt, das macht dann richtig Spaß", freut er sich auf das gestiegene Niveau. Einen ersten Eindruck davon haben sich die Ruster bereits in der Quali-Runde des Verbandspokals machen können. Gegen den Verbandsliga-Absteiger SV Endingen hielt die Saban-Elf gut mit, am Ende verlor man 1:3. "Mir hat das Spiel Mut gemacht, es war eine Freude zuzuschauen", sagt Saban.

Seiner Mannschaft traut er auch in der neuen Liga zu, zu bestehen. "Ich hab vor der Landesliga gar keine Angst", sagt Saban. Grund dafür ist auch der etwas breitere Kader, den die Ruster beisammen haben. "Letztes Jahr haben sich die Jungs quasi von alleine aufgestellt", weist Saban die dünne Personaldecke in der Vorsaison hin. Im Sommer hat sich etwas getan, man habe "Qualität und Erfahrung" dazu gekommen.

Einer, der beides mitbringt, ist Janosch Bologna. Der Stürmer kam vom künftigen Liga-Konkurrenten FV Langenwinkel, zudem kickte er auch schon in der Verbandsliga beim SC Lahr. Auch gegen Endingen war Bologna bereits dabei, auch wenn ihm noch die Luft für 90 Minuten fehlt. Mit dem ersten Pflichtspieltreffer für seinen neuen Club machte er das Pokal-Duell noch mal spannend.

Spannung dürfte auch im Tabellenkeller herrschen. "Ich rechne mit einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Es wird Topteams geben und Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen", so Saban. Große Änderungen im System wird es aber auch in der höheren Liga nicht geben. "Ich bin Vollblutmittelstürmer", sagt Saban, man werde offensiv spielen. Damit soll es am Ende klappen. Denn im kommenden Jahr feiert der Verein 100-jähriges Bestehen. Einen Abstieg soll es im Jubiläumsjahr nicht geben.

Der Kader

Tor: Sebastian Bell, Martin Hoffmann, Eric Spoth, Kevin Maier, Jens Schlegel

Abwehr: Ian Rutschmann, Maurizio Bitto, Sven Pöppinghaus, Igor Son, Seyithan Olcan, Nico Burger, Nicolas Dauge, Fabian Andlauer, Marco Reiter, Lukas Hilbert, Daniel Kaufmann, Nico Berger, Mathias Panter, Hermann Wotschel, Ron Reinert, Felix Schmider, Felix Beiser-Biegert, Jonas Fehrenbach, Dieter Huber

Mittelfeld/Angriff: Artur Schlotgauer, Marvin Sehrer, Onur Cantürk, Admir Osmanovic, Rasim Kastrati, Arlind Hoti, Janek Merettig, Dani Paris, Lars Szkibick, Nico Leber, Janosch Bologna, Kevin Reiter, Yannik Hillger, Sebastian Glück, Sebastian Rein, Ali Mousa, Sait Kizmaz, Adem Özkan, Jesse Herbringer, Herve Wiedemann

Trainer: Christian Saban (dritte Saison).