Das markante Gebäude des neuen Gesundheitszentrums passt in seiner Architektur zur umgebenden Bebauung.Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Rund 3 500 Quadratmeter Nutzfläche auf sieben Etagen stehen im neuen Gesundheitszentrum Nagold im Benz Carré für die Gesundheitsbranche zur Verfügung. Die ersten medizinischen Institutionen sind bereits eingezogen und haben geöffnet – weitere werden in den kommenden Monaten folgen.

rklärtes Ziel von Ralf Benz war es, die Räume Ende 2020 an die Mieter übergeben zu können – und das ist trotz Corona gelungen. "Da hat das Architekten-Team um Hansulrich Benz gute Arbeit geleistet", unterstreicht der Bauherr. Doch auch den zahlreichen beteiligten Handwerksbetrieben bescheinigt er, dass sie "ein perfektes Ergebnis abgeliefert haben".

Mit seinem Bauprojekt und der zeitweise größten Baustelle in Nagold hat Ralf Benz im Grunde genommen eine Tradition fortgesetzt, die 1909 ihren Anfang genommen hatte – als der Schlosser Friedrich Benz eine ehemalige Tuchschererei in der heutigen Schillerstraße erworben hatte. Daraus entwickelte sich in den 20er-Jahren die Zusammenarbeit mit der Automarke Opel, die erst im Jahr 2013 endete, als Geschäftsführer Ralf Benz im Automobilvertrieb an diesem Standort keine Zukunft mehr gesehen hatte.

Stattdessen wurde ein Nahversorgungszentrum für das neue Wohngebiet "Im Riedbrunnen" geschaffen – und weil das Gebiet guten Zulauf findet, hatte sich die Familie Benz entschlossen, es weiterzuentwickeln. Von Rolf Benz wurde die passende Idee beigesteuert, das gesamte Areal als "Benz Carré" zu bezeichnen. Nachdem der Bedarf an einer zusätzlichen Gesundheitsversorgung gesehen wurde, machte sich Ralf Benz auf die Suche nach geeigneten Akteuren. "Wir wussten, dass wir gute Ankermieter brauchen", erklärt der Bauherr in seiner Rückschau. Und als die mit der AOK, der großen Hausarztpraxis von Joachim Kurth und der Rosenapotheke gefunden waren, stand einer Realisierung nichts mehr im Weg.

Zwischenzeitlich ist klar, dass auch die Zahnarztpraxis "Vetterle + Zähne" im Juli in das Gesundheitszentrum einziehen wird. Stand jetzt stehen im sogenannten "Turm" noch drei Stockwerke mit je 330 Quadratmetern Nutzfläche zur Vermietung an. "Da werden wir uns Zeit lassen, um die richtigen Partner zu finden, die zum Gesamtkonzept passen", macht Ralf Benz deutlich. Klar befinde man sich bereits in verschiedenen Gesprächen, wobei ein Kinderarzt oder eine Hautarztpraxis ganz oben auf der Wunschliste stehen.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, wenn Ralf Benz mit dem bisherigen Ergebnis vollauf zufrieden ist – und sein Konzept auf dem besten Weg in Richtung Zielgerade ist. Dabei unterstreicht er, dass das markante Gesundheitszentrum auch von der Architektur und Farbgebung her ausgesprochen gelungen ist. "Wir bekommen da ein durchweg positives Feedback", stellt Ralf Benz erfreut fest.

Das hört natürlich auch Architekt Hansulrich Benz als Planer des Gesundheitszentrums gerne, der selbst mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist. Vor allem die Farbgebung ist in seinen Augen schon "auch eine künstlerische Leistung" – zumal hier die Farben aus der Umgebungsbebauung aufgenommen wurden. "Das war auch für uns Neuland", ist Hansulrich Benz überzeugt, dass es bei der Arrondierung des Benz Carrés gelungen ist, die speziell für diesen Ort passende Architektur zu wählen. Ein großes Kompliment macht er seinem Cousin Ralf Benz, der "ein toller Bauherr ist" und der schließlich auch dem Farbkonzept zustimmt hatte. Ein dickes Lob des Architekten gibt es daneben für die Nagolder Bauverwaltung, die "schnell und zielgerichtet gearbeitet hat" – was nicht in allen Bauverwaltungen selbstverständlich sei.

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