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Anzeige Alle genießen den Burgblick

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Ein echter Hingucker ist der Neubau am Bahn-Durchlass in der  Herrenberger Straße.Fotos: Wilhelmy Foto: Schwarzwälder Bote
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Ein echter Hingucker ist der Neubau am Bahn-Durchlass in der Herrenberger Straße.Fotos: Wilhelmy Foto: Schwarzwälder Bote

Schick ist er geworden, der Neubau in der Herrenberger Straße in Nagold. Der Massivbau beherbergt neben einer Gewerbefläche im Erdgeschoss sechs Wohnungen. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein Architekturbüro.

Das neue Wohn- und Geschäftshaus befindet sich am östlichen Stadteingang, direkt hinter dem Bahndurchlass, auf dem Gelände des ehemaligen Gasthofs "Pflug" und füllt die klaffende Baulücke, auf der sich jahrelang Parkplätze befanden, zwischen Bahndamm und Wohnbebauung. Diese zentrumsnahe Lage wissen alle Bewohner zu schätzen. Von jeder Wohnung aus ist der Schlossberg mit der Burgruine Hohennagold sichtbar.

Üppige Grünfläche über dem Erdgeschoss

Der Neubau steht nicht parallel zur Herrenberger Straße, entsprechend der vorhandenen Wohnbebauung, sondern unter 90° dazu. Hierdurch wurde ein großer Abstand zum Nachbargebäude erreicht und es entstand eine üppige Grünfläche über dem Erdgeschoss, die den Bewohnern in allen Wohngeschossen zugute kommt. Dieser Freiraum ist mit Obstbäumen und Beerensträuchern bepflanzt. Sowohl das Gartengerätehaus als auch eine offene Grillstelle stehen allen Bewohnern zur Verfügung. Der Garten dient als gemeinsame Fläche zur Förderung der Wohngemeinschaft. Durch diese Anordnung des Neubaus konnte eine Südwestausrichtung aller Wohnungen erreicht werden. Die Wohn- und Essbereiche sind komplett verglast. Die vorgelagerten Balkone wurden wellenförmig ausformuliert, hierdurch entstehen unterschiedlich breite Zonen vor den Wohnräumen. Die weit ausladenden Balkone sorgen für eine natürliche Verschattung der großflächigen Glasfassaden, was im Sommer von großem Vorteil ist. Außenvorhänge dienen der Verschattung bei tief stehender Sonne.

Die Balkongeländer wurden als gelochte Faltbleche aus Aluminium hergestellt. Somit bleibt die Privatsphäre gewahrt, und dennoch ist der Durchblick von innen nach außen gewährleistet. Das Schattenspiel und die Perleffekte bei entsprechendem Sonnenstand sind angenehme Nebeneffekte.

Nach Norden und Osten, in Richtung Bahngleis, sind die Fassaden eher geschlossen gehalten und wurden mit Einzelfenstern als sogenannte Lochfassaden ausgebildet. Die einschaligen Mauerwerkswände sind grob verputzt und ausgesprochen dunkel gestrichen, um das Gebäude "zurückzunehmen". Lediglich die glatten Putzflächen um die Fenster, die sogenannten Putzfaschen, sind weiß gestrichen und bewusst überzogen groß gewählt, um die spielerisch angeordneten Fenster zu unterstreichen.

Aus gestalterischen Gründen wurde das Sockelgeschoss mit Klinkerriemchen verkleidet. Die pflegeleichte Oberfläche ist ein angenehmer Nebeneffekt. Zudem wird die dahinter liegende Gewerbefläche akzentuiert. Rundungen leiten über zum Haupteingang des Hauses und zur Garageneinfahrt mit Schwingtor, das mit Streckmetallblechen verkleidet ist. Die Zufahrt zur Garage mit insgesamt zehn Stellplätzen erfolgt ebenerdig. Der fünfgeschossige Massivbau beherbergt neben der erwähnten Gewerbefläche im Erdgeschoss insgesamt sechs Wohnungen unterschiedlicher Größe. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein Architekturbüro.

Photovoltaikanlage auf dem Flachdach

Das Mehrfamilienhaus wurde als Effizienzhaus 70 ausgeführt, was soviel bedeutet, dass der Primärenergiebedarf 30 Prozent unter dem sogenannten Referenzhaus nach der aktuell gültigen Energie-Einsparverordnung EnEV liegt. Die Beheizung erfolgt durch Wärmepumpen mit Erdwärmesonden. Hierzu wurden insgesamt vier Erdsonden, in einer Tiefe von jeweils 150 Meter, installiert. Eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach, mit einer Leistung von 21 kWp, rundet die Einsparung von Primärenergie ab.

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