Claudia Haasis, die Leiterin der evangelischen Tagungsstätte Haus Bittenhalde, freut sich auf die Gäste zum Jubiläum "50 Jahre Haus Bittenhalde in Tieringen". Die Einrichtung bietet moderne Räume für Seminare und sonstige Veranstaltungen. Quelle: Unbekannt

Die Wurzeln des Hauses Bittenhalde reichen weit zurück. Schon 1945 kamen junge Menschen nach Tieringen und haben im Haus von Erich Franke, dem damaligen Jugendwart für den Kirchenbezirk Balingen, ihre erste Weihnachtsfreizeit veranstaltet.

Die evangelische Tagungsstätte in Tieringen nahm Formen an: 1957 errichtete das evangelische Jugendwerk Balingen auf der "Bittenhalde" ein eigenes Freizeitenhaus, "Landheim" genannt. Aus diesem Haus wurde 1972 unter Diakon Walter Kirchner und unter der Federführung und Trägerschaft der drei Kirchenbezirke Balingen, Sulz und Tuttlingen die evangelische Tagungsstätte Haus Bittenhalde.

Diakon Gerhard Potrafke leitete von 1974 an das Haus Bittenhalde. Er vertiefte die Arbeit der Tagungsstätte mit den Gemeinden und machte sie überregional bekannt. Die starke Nachfrage und die gestiegenen Ansprüche erforderten 1986 einen Anbau auf der Westseite mit weiteren Zimmern.

Von 1993 bis 2012 trug Diakon Werner Pichorner die Verantwortung für das Tagungshaus und das breite Freizeit- und Seminarangebot. 1999 und 2001 wurde das Haus umfassend und auch energetisch saniert sowie eine Solar-Anlage mit 30 Quadratmetern in Betrieb genommen, welche die Erzeugung von Warmwasser unterstützt. Seit Oktober 2005 sorgt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Jugendtraktes (Ostseite) für die Produktion von Strom. Neu gestaltet wurde 2009 die Außenterrasse. Die Tagungsstätte zählt 92 Betten, davon 34 im Jugendbereich. Mehr als 250 Gruppen kommen jährlich als Gäste ins Haus bei fast 10 000 Übernachtungen. Eine Kooperation besteht mit dem angrenzenden Feriendorf. Von 2012 bis 2018 war Diakon Thomas Mehlfeld als Leiter tätig. 2018 wurde das Haus um einen neuen Tagungsraum sowie der Albtrauf-Lounge erweitert. Im Februar 2018 ging die Leitung an die Verwaltungswissenschaftlerin Claudia Haasis über. Ihr liegt die kontinuierliche Weiterentwicklung der Tagungsstätte als Haus der Bildung, Erholung und des Auftankens und als Ort gelebter christlicher Gastfreundschaft am Herzen.

Die Tagungsstätte ist ein Haus der Gemeinden und Gruppen aus der Landeskirche und weit darüber hinaus. Die Gruppen kommen mit ihren eigenen Programmen nach Tieringen und finden dort Unterkunft. Das Haus veranstaltet darüber hinaus selbst Seminare und Freizeiten: Glaubensthemen, kreative Angebote, Singen, Tanzen, Wandern, sowie Angebote zur Entspannung, zum Auftanken und für die Auseinandersetzung mit persönlichen Lebensfragen gehören dazu.

Die Freizeiten sind geprägt von der Gemeinschaft, dem Gespräch und der Beschäftigung mit Bibel- und Glaubensfragen. Nicht zuletzt gehören die Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern zur Tradition des Hauses.